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Der VLAB lehnt die vom Bund Naturschutz zusammen mit bayerischen Stadtwerken und Energieversorgern propagierte „dezentrale“ Energiewende vehement ab und präsentiert konkrete Szenarien, was dies für Bayern bedeuten würde.

Die “dezentrale” Versorgung eines energieintensiven Industrielandes und Hightech-Standortes wie Bayern mit sogenanntem “Grünstrom” aus erneuerbaren Quellen ist ein pseudo-ökologisches Hirngespinst und weder politisch noch technisch realisierbar. “Unsere Politiker und auch unsere Kollegen aus den traditionellen Umweltverbänden sollten sich schleunigst von dieser absurden Idee verabschieden”, sagte Johannes Bradtka, Vorsitzender des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) zu einer entsprechenden Initiative des Bundes Naturschutz (BN) und verschiedener Bayerischer Stadtwerke und Versorger. Ziel dieser Allianz ist es, Bayern mehr oder weniger komplett mit “hausgemachtem” Strom aus der Region zu versorgen. Dadurch sollen unter anderem neue Hochspannungstrassen verhindert werden.

weiterlesen Pressemitteilung Dezentrale Energiewende

Zur Zeit findet im Internet ein sogenanntes „Bürgergutachten“ der bayerischen Staatsregierung statt.

Noch bis 4. Februar werden Bürgerinnen und Bürger um ihre Meinung, ihre Erfahrungen und ihre Ideen gebeten. Sie können zu vielen aktuellen Themen online kommentieren, bewerten und abstimmen, u.a. auch zu den Themen Naturschutz, Artenschutz und Energie. Das Thema Windkraft wird leider nicht mit einem eigenen Titel angesprochen, aber man kann unter geeigneten anderen Überschriften durchaus seine Meinung dazu kundtun.

Diese Gelegenheit sollten wir nutzen!

 

Auch der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) unterstützt nun das von der Partei Bündnis90/Die Grünen zusammen mit der ÖDP und der Bauernorganisation AbL angestrengte Volksbegehren “Betonflut eindämmen” gegen den ungebremsten Flächenfraß im Freistaat.

“Der Bau von immer neuen Straßen, Wohnsiedlungen und Gewerbegebieten auf der grünen Wiese zählt zu den größten Umweltproblemen in Bayern”, sagte der Vorsitzende des VLAB, Johannes Bradtka. “Deshalb unterstützen wir das Volksbegehren der Grünen, auch wenn wir auf anderen Gebieten wie der Energiewende durchaus konträre Positionen einnehmen.”

zur Pressemitteilung: PM Beitritt zum Volksbegehren gegen Flächenfraß

Die Ausweisung der Ammergauer Alpen zum 19. Naturpark im Freistaat ist nach Einschätzung des Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) ein wichtiges Signal zur Stärkung des Natur- und Landschaftsschutzes in der Fläche. “Wir begrüßen die Entscheidung der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf, die Ammergauer Alpen in die Familie der Naturparks aufzunehmen. Dieses großflächige Schutzgebiet ist naturschutzfachlich und bezüglich seiner Erholungsfunktionen für die Bevölkerung eine sehr gute Wahl”, sagt Johannes Bradtka, Vorsitzender des VLAB.
Zugleich forderte er Scharf auf, noch weitere wertvolle Naturregionen Bayerns als Naturparks unter besonderen Schutz zu stellen.

Weiterlesen: PM zu Naturpark Ammergauer Alpen

„Jedes neue Windkraftwerk in Bayern ist eines zu viel, solange beim Ausbau der erneuerbaren Energie so elementar gegen die Grundsätze des Arten- und Landschaftsschutzes verstoßen wird“. Mit dieser Feststellung reagierte der Vorsitzende des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB), Johannes Bradtka, auf das abermalige Lamento der Grünen im Landtag, dass der Ausbau der Windkraft im Freistaat infolge der 10H-Abstandsregelung nicht schnell genug voran gehe.

weiterlesen: pressemitteilung_24-11-16

Hintergrund: Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Martin Stümpfig. GRÜNE, vom 28. September 2016 betreffend „Windenergie in Bayern – Aktueller Stand“

Der Kranich (Grus grus) gilt in Bayern als vom Aussterben bedroht Störungen jeglicher Art können sich bei der noch sehr kleinen Population in Bayern bestandsgefährdend auswirken © M. Liegl

Der Kranich (Grus grus) gilt in Bayern als vom Aussterben bedroht. Störungen jeglicher Art können sich bei der noch sehr kleinen Population bestandsgefährdend auswirken © M. Liegl

13 Jahre nach der Veröffentlichung der Roten Liste der Brutvögel Bayerns ist eine neue Fassung im Juni 2016 erschienen. Mit dieser aktualisierten Roten Liste wird gleichzeitig eine Gesamtartenliste der Brutvögel Bayerns vorgelegt, die 240 Arten umfasst.

Aktuell sind in Bayern 28 Arten vom Aussterben bedroht (Rote Liste 1), darunter Fischadler und Kranich. 10 Arten gelten als stark gefährdet (Rote Liste 2) und 19 Arten als gefährdet (Rote Liste 3), beispielsweise ehemals recht häufige Arten, wie die Feldlerche und Mehlschwalbe.

Der Schwarzstorch wurde in Bayern trotz seiner nur rund 150–160 Brutpaare aus der Roten Liste genommen, obwohl er als „sehr selten“ im Textteil kategorisiert ist. Der in der Roten Liste aus dem Jahr 2003 noch stark gefährdete Rotmilan (Rote Liste 2) wurde in seiner Gefährdung deutlich abgestuft und mit dem Vermerk „erneuerbare Energien haben negativen Einfluss auf die Bestandsentwicklung“ lediglich in die Vorwarnstufe genommen.

Fazit: Die aktuelle Fassung der Roten Liste weist einige Widersprüche auf, die der Klärung bedürfen.

weiterlesen: aktuelle Fassung der Roten Liste und Liste der Brutvögel Bayerns

Die Rhön - ein neuer dritter Nationalpark in Bayern? Bild © VLAB

Die Rhön – ein neuer dritter Nationalpark in Bayern? Bild © VLAB

Völlig unerwartet beschloss die Bayerische Staatsregierung bei ihrer Kabinettsklausur am Tegernsee die Errichtung eines dritten Nationalparks in Bayern. Der Steigerwald soll als mögliches Nationalparkgebiet grundsätzlich ausscheiden. Zur Diskussion stehen nun der Spessart und die Rhön im Norden Bayerns.

Der VLAB begrüßt die Entscheidung des Freistaates Bayern. Es dürfen jedoch andere Gebiete nicht schon im Vorfeld von den Planungen grundsätzlich ausgeschlossen werden. Wir erwarten eine ergebnisoffene Prüfung und Diskussion. In der nördlichen Oberpfalz und im angrenzenden Oberfranken stehen ebenfalls geeignete Gebiete zur Verfügung.

Der VLAB bevorzugt aktuell die Rhön mit seinen Buchen-Mischwäldern, Naturwaldreservaten und dem bereits lange existierenden Biosphärenreservat. Die meist zusammenhängenden großen Waldflächen des staatlichen Forstbetriebes Bad Brückenau wären prädestiniert, den Kernbereich des künftigen Nationalparks Rhön zu bilden. Die Wälder bieten bereits jetzt viele Lebensräume für seltene Pflanzen- und Tierarten, wie beispielsweise Schwarzstorch, Hohltaube, Wildkatze, Luchs und Mondviole (Lunaria rediviva).

Die Erholungsfunktionen und der Naturschutz spielen seit Jahrzehnten in der Rhön eine wichtige Rolle. Das Biosphärenreservat Rhön, mit seinen europaweit wertvollen Mooren und Offenlandschaften, sollte zwingend in den künftigen Nationalpark eingebettet werden. Alle Genehmigungen von Windrädern in dem Gebiet sind daher ab sofort zu untersagen, um den möglichen Nationalpark Rhön und das für Nationalparks wichtige „Europadiplom“ nicht bereits im Vorfeld der Planungen zu verhindern.

Der VLAB wird sich als staatlich anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigung im Rahmen seiner Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte an der Auswahl eines dritten Nationalparks in Bayern verantwortlich beteiligen und weiter darüber berichten.

Der novellierte Bayerische Windkrafterlass tritt am 01. September 2016 in Kraft.

Der VLAB äußerte sich am 21.08.2015 kritisch in einer fast 30 Seiten umfassenden Stellungnahme und konnte sich in einigen Punkten erfolgreich einbringen: So wurde beispielsweise auf Grund unserer Forderungen die Beobachtungszeit von kollisionsgefährdeten Vogelarten (Schwarzstorch, Rotmilan …) von bisher 3 Stunden auf 6 Stunden je Beobachtungstag erhöht.

weiterlesen auf Umwelt Watchblog

Der VLAB freut sich auf ein Gespräch am kommenden Montag, 18. Januar mit Herrn MdL Alexander Flierl.

Herr MdL Flierl ist Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz im Bayerischen Landtag.

Im Rahmen des Gespräches möchten wir verschiedenste aktuelle Probleme im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes in Bayern konstruktiv erörtern und unsere Wünsche und Anregungen vortragen.

Der positive Trend der Waldflächenbilanz in Bayern setzt sich seit dem Jahr 1981 auch in diesem Jahr weiter fort. Der Wald in Bayern weist 2014 eine Flächenzunahme von 84 Hektar aus. Der VLAB begrüßt diese Entwicklung, ist doch der Wald für den Arten- und Landschaftsschutz und für viele Gemeinwohlfunktionen von hohem Wert. Wälder gehören – auch wenn sie sich in ihrem Alter, der Baumartenzusammensetzung und in ihrer Bewirtschaftungsform regional stark unterscheiden – mit zu den naturnahesten Bereichen Bayerns. Sie sind wichtige Lebensräume für viele Tiere, Pflanzen, Pilze, Flechten und Moose.

Die Waldfläche in Bayern nimmt weiter zu

Die Waldfläche in Bayern nimmt seit 1981 weiter zu.

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