Es ist eine wegweisende Entscheidung des höchsten bayerischen Verwaltungsgerichtes in Sachen Windkraft: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat mit Beschluss vom 3. April dem Betreiber des Windparks Wülfershausen (Landkreis Rhön-Grabfeld) untersagt, die Bauarbeiten an zehn Windenergieanlagen fortzusetzen.

Der hieraus resultierende sofortige Baustopp gilt nun so lange, bis im Hauptverfahren ein abschließendes Urteil über die Klage des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V. (VLAB) gegen die Genehmigung des Windparks gefallen ist.

hier weiterlesen: PM BayVGH beschließt sofortige Einstellung der Bauarbeiten

Ein Eilantrag von SPD und Grünen zur Abschaffung der 10H Regelung in Bayern wurde am 21. März von den Fraktionen der CSU, Freien Wählern und AfD abgeschmettert. Die 10H Abstandsregelung bleibt!

Die in vielen Medienberichte kolportierte Information, die FDP-Fraktion habe geschlossen für den Erhalt der 10H Abstandsregelung in Bayern gestimmt sind falsch. Viele FDP-Abgeordnete votierten gemeinsam mit SPD und den Grünen für eine sofortige Abschaffung der bewährten Regelung in Bayern und somit gegen einen Gesundheitsschutz der ländlichen Anwohner von Windkraftanlagen.

Namentliche Abstimmung am 21.03.2019 zum Dringlichkeitsantrag 18_219

Der VLAB unterstützt die Berlin Demo am 23. Mai 2019. Fassen Sie sich ein Herz. Reisen Sie nach Berlin. Demonstrieren Sie mit Gleichgesinnten gegen den zügellosen Ausbau der Windkraft in Deutschland!

Nähere Informationen: Berlin Demo

Ein VLAB Beschwerdeverfahren hatte Erfolg. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof stellte die aufschiebende Wirkung der VLAB-Anfechtungsklage wieder her.  Das hohe Gericht hob die Entscheidung des Verwaltungsgerichts München auf Baubeginn einer Windkraftanlage bei Welshofen im Landkreis Dachau (Oberbayern) auf.

Es darf nicht weitergebaut werden!

Pressebericht: Münchner Merkur

Der VLAB erhob beim Verwaltungsgericht Regensburg Klage gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung und den Betrieb von Windkraftanlagen in der Gemeinde Sinzing bei Regensburg.

Die genehmigten drei Anlagen liegen bei Viehhausen in der Gemeinde Sinzing und grenzen an den Markt Nittendorf und den Staatswald Paintner Forst – einem Landschaftsschutzgebiet an.

Der VLAB-Eilantrag beim Verwaltungsgericht Regensburg zum Stopp des Baus eines Windrades in Pfettrach, Gemeinde Altendorf war erfolgreich.

Am 6. 11. entschied das Gericht den Bau zu stoppen und die aufschiebende Wirkung der am 04.10.2018 beim Verwaltungsgericht Regensburg eingereichten VLAB-Verbandsklage gegen den Genehmigungsbescheid des Landratsamt Landshut wiederherzustellen.

Der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V. (VLAB) hat am 04.10.2018 beim Verwaltungsgericht Regensburg Verbandsklage gegen den Genehmigungsbescheid des Landratsamtes Landshut zum Bau und Betrieb einer Windkraftanlage in Pfettrach, Gemeinde Altendorf erhoben.
Die Mitteilung der Klageerhebung an das Landratsamt erfolgte am selben Tag. Aus Sicht der anwaltlichen Vertretung des Vereins hat die Klage aufschiebende Wirkung für die Baumaßnahmen. Dessen ungeachtet gingen die Bauarbeiten vor Ort fast zwei Wochen unvermindert weiter.

Der VLAB veranlasste daraufhin einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Regensburg zur Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der VLAB Klage.

zur vollständigen Pressemitteilung: Presseinformation_Pfettrach_31.10.18

Ministerpräsident Markus Söder hatte im Vorfeld der Landtagswahlen versprochen, man werde an der 10H-Abstandsregelung für Windkraftwerke in Bayern festhalten. Der VLAB warnt davor, die bewährte Praxis bei den laufenden Koalitionsverhandlungen aufzuweichen oder abzuschaffen.

Die allein in Bayern gültige 10H-Abstandsregelung für Windräder hat die Landschaften des Freistaates bislang vor einer flächendeckenden Industrialisierung bewahrt und auch den gesellschaftlichen Frieden auf dem Land weitgehend erhalten. “Wir bauen darauf, dass Markus Söder bei den Koalitionsverhandlungen mit den Freien Wählern an der bewährten Regelung festhält”, sagt der VLAB-Vorsitzende Johannes Bradtka in einer Mitteilung. “Der Ministerpräsident hatte vor den Wahlen mehrfach klar zum Ausdruck gebracht, dass er Bayern vor der völligen Verspargelung bewahren möchte. Wir sind zuversichtlich, dass er zu seinem Wort stehen wird.”

weiterlesen: PM zu Koalitionsverhandlungen

Ein gut gemachter Dokumentarfilm zur Energiewende des Journalisten und Filmemachers Jörg Rehmann. Er liegt auch als knapp einstündige Kurzfassung vor. Vor allem diese Version eignet sich besonders gut, um sie im Rahmen von Informations- und Diskussionsveranstaltungen gegen Windkraftprojekte in ganz Deutschland zu präsentieren. Der Odenwald steht dabei pars pro toto für den Irrsinn, der längst das ganze Land erfasst hat.

Kontakt: https://joerg-rehmann.de/blog/2018/09/19/end-of-landschaft/
Pressematerialien: https://joerg-rehmann.de/blog/download-category/end-of-landschaft-presse/

zur Rezension von Georg Etscheit 

Libera me! – Errette mich. Pianissimo haucht der Chor die letzten Worte aus Giuseppe Verdis „Requiem“ in den Raum. Dann , minutenlange Stille. Rechts am Bühnenrand ein Foto Enoch zu Guttenbergs auf einer hölzernen Staffelei, links, tief in sich versunken, die Sopranistin Susanne Bernhard. Mit ihr verband Guttenberg, der im Juni mit nur 71 Jahren gestorben ist, eine letzte, erfüllende Liebe. Die beiden waren schon verlobt, zur Heirat kam es nicht mehr.

Endlich senkt Dirigent Kent Nagano seine Arme und ein Jubelsturm bricht los, minutenlang. Die Ovationen gelten der Klangverwaltung, Guttenbergs langjährigem Orchester, sie gelten dem prächtigen Solistenquartett – neben Bernhard sangen Anke Vondung (Alt), Sun Min Song (Tenor) und Tareq Nazmi (Bass) – und dem einstigen Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper und heutigem Musikchef der Hamburgischen Staatsoper, der eigens aus Montreal eingeflogen war.

zum vollständigen Artikel auf Umwelt Watchblog

In einer aktuellen Video-Botschaft sprach sich der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder klar für den Erhalt der 10-H-Abstandsregelung von Windrädern, auch nach den bayerischen Landtagswahlen, aus.

Der VLAB begrüßt dieses unmissverständliche Bekenntnis des Ministerpräsidenten zu der bewährten und durch den Bayerischen Verfassungsgerichtshof bestätigten Regelung zum Schutz der Kulturlandschaften und deren Anwohner.

https://de-de.facebook.com/VLABNEWTIR/videos/170404410474044/

Trotz eines laufenden Berufungsverfahrens des VLAB vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof München, ordnete das zuständige Landratsamt den sofortigen Vollzug des Baus von Windrädern im Landkreis Dachau an.

Es ist zu befürchten, dass bald mit massiven Rodungsarbeiten begonnen wird. Der VLAB hat daher in einem Eilverfahren Klage beim Verwaltungsgericht München eingereicht, um den sofortigen Vollzug des Baus aufzuheben und um die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen.

Der VLAB wird hierbei von seinen Mitgliedern aus dem Landkreis Dachau unterstützt.

Der VLAB ist der einzige staatlich anerkannte Umwelt- und Naturschutzverband in Bayern, der neben seiner Naturschutzarbeit auch für den uneingeschränkten Erhalt der 10-H-Abstandsregelung kämpft. Sie muss unverwässert auch nach der Landtagswahl erhalten bleiben. Die in der Praxis bewährte bayerische Abstandsregelung soll künftig auch in den anderen Bundesländern Anwendung finden.

 

Feldlerche

Feldlerche (Bild VLAB)

Im Rahmen der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung einer Windkraftanlage im Landkreis Freising wurde der Windkraftbetreiber zur Anlage sogenannter Lerchenfenster verpflichtet. Durch die Lerchenfenster soll der durch die Baumaßnahme bedingte Lebensraumverlust der Feldlerche ausgeglichen werden.

Die Genehmigung mit der Auflage erfolgte bereist im Herbst 2014 durch das zuständige Landratsamt Freising. Nach Kenntnissen des VLAB wurden bisher keine Lerchenfenster angelegt.

Der VLAB forderte daher am 28. Mai über einen Rechtsanwalt das Landratsamt zu einer Kontrolle und, falls erforderlich, zu einer sofortigen Vollstreckung der Auflagen auf.

Rotmilan tot unter Windrad

Rotmilan tot unter Windrad

Das pathomorphologische Gutachten eines im April unter einer Windkraftanlage im Windpark Ellenfeld in Ostbayern tot aufgefunden Rotmilan ist eindeutig: Der in zwei Hälften getrennte Tierkörper wies multiple ausgedehnte Frakturen im Bereich der Halswirbel, des Schultergürtels, der Ober- und Unterarme sowie der Rippen auf. Zusätzlich wurde ein Abriss des Herzens an der Herzbasis attestiert. Schussverletzungen konnten keine festgestellt werden. Der Rotmilan war in einem guten Ernährungszustand.

Die multiplen Verletzungsarten lassen auf ein heftiges, stumpfes Trauma verursacht durch Rotorschlag schließen, so der Leiter der Untersuchung in seinem Gutachten.

Der VLAB sieht sich auf Grund der signifikanten Gefährdungslage gezwungen, am zuständigen Landratsamt Tirschenreuth eine sofortige Verfügung zur Abschaltung des Windparks über einen Rechtsanwalt zu beantragen. Durch die Abschaltung, jeweils in einem Zeitraum von 1. März bis 15. August von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, sollen weitere Schlagopfer streng geschützter Vogelarten im Bereich des Windparks verhindert werden.

weiterlesen PM_Rotmilan_Windpark Ellenfeld

Schönstes Naturwunder Deutschlands 2013 - Der Rauhe Kulm

Schönstes Naturwunder Deutschlands 2013 – Der Rauhe Kulm

Nicht weit entfernt vom 682 Meter hohen Rauhen Kulm im Landkreis Neustadt an der Waldnaab in der Oberpfalz laufen die Planungen für einen Windpark. Der Rauhe Kulm liegt im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald. Er ist einer der imposantesten Basaltberge Bayerns und besitzt eine herausragende landschaftsprägende Bedeutung. Ihm vorgelagert ist das Kloster Speinshart, ein barockes Kulturdenkmal erster Güte. Als Baudenkmal von europäischem Rang zählt das Klosterdorf Speinshart zu den schönsten Dörfern Süddeutschlands.

Der imposante Basaltberg ist seit 1949 als Naturdenkmal geschützt. 2013 wurde er von der Heinz-Sielmann-Stiftung zum Schönsten Naturwunder Deutschlands“ gekürt. Neben der herausragenden landschaftsprägenden Bedeutung ist der Rauhe Kulm mit seiner Kulturlandschaft im Umfeld für den sanften Naturtourismus sowie aus geologischer, historischer und naturschutzfachlicher Sicht von besonderer Wertigkeit.

Der VLAB wird sich daher entschieden gegen diese Planungen aussprechen.

Die Todesursache eines im April unter einer Windkraftanlage bei Bärnau in der Oberpfalz tot aufgefundenen Rotmilans steht fest.
Ein tiermedizinisches Institut stellte im Rahmen pathologisch-anatomischer Untersuchungen fest, dass der nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützte Greifvogel durch ein „hochgradiges stumpfes Trauma“ getötet wurde.

„Art und Ausmaß der pathomorphologischen Veränderungen lassen unter Berücksichtigung des Fundortes auf eine Verletzung durch Rotorschlag schließen.“

Der VLAB wird das örtlich zuständige Landratsamt auffordern, aufgrund der permanenten Gefahrenlage im Sinne des § 44 Abs. 1 BNatSchG und des § 3 Abs. 2 BNatSchG unverzüglich Auflagen hinsichtlich der Betriebseinschränkung bzw. Betriebsuntersagung der Windkraftanlagen zu verfügen.

Rotmilan tot unter Windrad

Teile Rotmilan unter Windrad

Am heutigen Mittwoch wurde ein unter einer Windkraftanlage in der Oberpfalz tot aufgefundener, in zwei Stücke zerhackter Rotmilan in ein tiermedizinisches Institut nach Erlangen verbracht.

Im Rahmen einer pathologisch-anatomisch-histologischen Untersuchung soll die Todesursache festgestellt werden. Bei der Untersuchung lassen sich Schussverletzungen, Vergiftungen, bakterielle Todesursachen, weitere Erkrankungen oder ein Trauma, verursacht durch einen heftigen Aufprall auf ein Hindernis, diagnostizieren. Das Ergebnis liegt in rund 10 Tagen vor.

Bei einem positiven Trauma-Nachweis, verursacht durch die Rotoren der Windkraftanlage, wird der VLAB über einen Anwalt Abschaltzeiten am zuständigen Landratsamt beantragen.

VLAB-Landesbeirat Dr. Friedrich Buer referierte im Rahmen einer Informationsveranstaltung des Vereins LinthGegenWind (Schweiz) am 13. April 2018 im Jakobsblick in Niederurnen über das Thema „Windkraftanlagen – Auswirkungen auf Mensch und Tier“

Vorher begründete der weltbekannte Ornithologe Prof. Dr. Urs Glutz von Blotzheim in einem Grußwort sein Engagement gegen die Windkraft:

„Ich kann nicht tatenlos zusehen, wie dem Biodiversitätsschwund, trotz Lippenbekenntnissen der Politik, neben den bekannten Todesursachen von Vögeln noch neue hinzugefügt werden.“

 

Der VLAB lehnt in einer Stellungnahme vom 10. April 2018 die 4. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Bärnau (Naturpark Oberpfälzer Wald) zum Zwecke der Ausweisung von Konzentrationszonen für Windkraftanlagen entschieden ab.

Dem Bau von Windkraftanlagen wurde in der Region in den zurückliegenden Jahren bereits sehr viel Raum eingeräumt. Das Gebot, Windrädern in substanzieller Weise Raum zu verschaffen, ist bei Bärnau bereits weit übererfüllt.

Der Bau weiterer Windkraftanlagen würde sowohl die Vogel- und Fledermausfauna mit ihren vielen nach der Vogelschutzrichtlinie 2009/147 und dem Bundesnaturschutzgesetz streng bzw. besonders geschützt Arten signifikant gefährden, als auch die besondere Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft und deren Erholungswert stark beeinträchtigen.