Als anerkannte Umwelt und Naturschutzvereinigung in Bayern gaben wir im laufenden Jahr 115 Stellungnahmen und Einwendungen ab. Die Schwerpunkte lagen bei diversen Bauvorhaben (Gewerbe-, Siedlungsbau und Verkehr) sowie im Wasserrecht (Hochwasserschutz, Einleitungen in Gewässer). Windkraftprojekte hatten dank der 10-H-Abstandsregelung und der Ausschreibungsmodalitäten eine zahlenmäßig untergeordnete Bedeutung. Sie waren jedoch auf Grund der Komplexität sehr zeit- und arbeitsaufwendig.

 

Der Koalitionsvertrag zwischen der CSU und den Freien Wählern liegt vor. Die 10 H Abstandsregelung in Bayern bleibt. In zahlreichen Gesprächen mit Politikern setzten wir uns dafür ein. Ministerpräsident Markus Söder und die CSU hielten ihr Wort.

Unverständlich sind jedoch die auf Seite 33 des Koalitionsvertrages gemachten Willensbekundungen. Diese verkennen den volkswirtschaftlichen und physikalischen Unsinn der Windkraft im Schwachwindland Bayern vollkommen:

„Wir werden den weiteren Ausbau der Windkraft im Einvernehmen mit Bürgerinnen und Bürgern und Kommunen voranbringen. Dabei halten wir an der geltenden bayerischen Rechtslage fest. Derzeit scheitert der Ausbau in erster Linie an den Ausschreibungen. Daher werden wir uns für eine Ausweitung des „Süd-Kontingents“ bei Wind- und Photovoltaik-Ausschreibungen einsetzen.“

Als positiv im Koalitionsvertrag bewerten wir die Absichten, den beängstigend hohen Flächenverbrauch in Bayern deutlich zu reduzieren, den Flächenanteil der ökologischen Landwirtschaft zu erhöhen, die Änderungen im Alpenplan rückgängig zu machen und die Naturparke zu stärken.

weiterlesen: Koalitionsvertrag für die Legislaturperiode 2018 – 2023

Der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V. (VLAB) hat am 04.10.2018 beim Verwaltungsgericht Regensburg Verbandsklage gegen den Genehmigungsbescheid des Landratsamtes Landshut zum Bau und Betrieb einer Windkraftanlage in Pfettrach, Gemeinde Altendorf erhoben.
Die Mitteilung der Klageerhebung an das Landratsamt erfolgte am selben Tag. Aus Sicht der anwaltlichen Vertretung des Vereins hat die Klage aufschiebende Wirkung für die Baumaßnahmen. Dessen ungeachtet gingen die Bauarbeiten vor Ort fast zwei Wochen unvermindert weiter.

Der VLAB veranlasste daraufhin einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Regensburg zur Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der VLAB Klage.

zur vollständigen Pressemitteilung: Presseinformation_Pfettrach_31.10.18

Das zweite Jahr unseres Wiederansiedlungsprojektes für den Habichtskauz geht allmählich zu Ende. Für erste Freilandbruten ist es noch zu früh. Frühestens in zwei Jahren sind erste Bruterfolge denkbar. Momentan führen wir ein akustisches Monitoring durch. Wir konnten unser Zuchtnetzwerk erweitern und rechnen im kommenden Jahr mit deutlich mehr Tieren für die Wiederansiedlung. Zahlreiche neue Brutkästen wurden gefertigt und installiert. Das Projekt wurde auf die Tschechische Republik ausgeweitet.

Wir konnten in diesem Jahr sehr viel Bildmaterial sammeln und auch einige kleinere Videos drehen. Diese werden wir im Laufe des Winterhalbjahres auf unserer Webseite und auf Facebook und Twitter veröffentlichen.

Hier ein kurzer Film: Ein junger Habichtskauz wird aus einer Auswilderungsvoliere freigelassen. Die Luke oben links an der Voliere wird durch einen Seilzug automatisch geöffnet. Schon nach kurzer Zeit fliegt der Habichtskauz in die Freiheit.

Bild rechts Václav Pinta (ČSOP, Bernartice); zweite von links Michaela Domeyer (VLAB) © VLAB

 

In den kommenden Tagen werden die ersten zehn Brutkästen für den Habichtskauz im böhmischen Wald (Český les) entlang der bayerisch-tschechischen Grenze installiert. Sie wurden in einer Werkstätte für behinderte Menschen in Bayern hergestellt.

Am 22. Oktober holten tschechische Ornithologen der Naturschutzorganisation ČSOP die Nisthilfen in Friedenfels ab. Danach wurde eine der Auswilderungsvolieren im Steinwald besichtigt, Erfahrungen ausgetauscht und weitere Treffen vereinbart.

VLAB Infostand

VLAB Infostand

Die VLAB-Kreisgruppe Rhön-Grabfeld beteiligte sich in Form eines Infostandes am 24. Juni 2018 beim Stadtfest in Mellrichstadt.

Das Fest bot eine gute Gelegenheit, viele interessierte Festbesucher über die Ziele und Projekte des VLAB sowie über die Arbeit der Kreisgruppe für den Landschafts- und Artenschutz im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld zu informieren und neue Mitglieder zu werben.

 

 

 

Sehr geehrter Herr Professor Weiger,

nach 18 Jahren an der Spitze des Bundes Naturschutz in Bayern (BN) haben Sie heute, am 28. April 2018, ihr Amt abgegeben. Wir bedauern dies nicht, weil die Bilanz ihres Wirkens an der Spitze dieses bedeutenden und traditionsreichen Umweltverbandes verheerend ist. Unter Ihrer Führung ist der BN von einem echten, überparteilichen Naturschutzverband zu einer Lobbyorganisation für die Milliarden schwere Branche der Erneuerbaren Energie-Industrie geworden, die durch gelegentliche, öffentlichkeits-wirksame Aktionen einen Rest wirklicher Naturschutzarbeit oft nur noch vortäuscht. Das große Engagement vieler BN-Aktiver an der Basis soll dabei nicht in Abrede gestellt werden…

unter folgendem Link können Sie den vollständigen Brief nachlesen oder/und herunterladen: VK & VLAB an Prof. Hubert Weiger

Ein Appell des VLAB Vorsitzenden an die Politiker zum Erhalt der bewährten 10-H-Abstandsregelung in Bayern:

(…) Ich fordere die Bundespolitiker auf, die ökologischen Risiken der Windkraft, des großflächigen Biogas-Maisanbaus und der riesigen Freiflächen-Fotovoltaik-Felder in unseren Kulturlandschaften ideologiefrei und ohne Beteiligung der Lobbyverbände neu zu bewerten. Die Privilegierung des Baus erneuerbarer Energieanlagen im Außenbereich ist durch nichts zu rechtfertigen und muss daher schnellstens aufgehoben werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist überholt und ad acta zu legen.
An die bayerischen Politiker, gleich welcher Partei, appelliere ich im Wahljahr eindringlich: Rüttelt nicht an der bewährten 10-H-Abstandsregelung in Bayern. Sie muss unverändert beibehalten werden.

Zum vollständigen Artikel auf dem Umwelt Watchblog

Der VLAB klagte im Januar 2018 erfolgreich gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung einer WKA. Kurz vor Ostern übersandte uns das Verwaltungsgericht Regensburg das schriftliche Urteil (Az. RO 7 K 17.163).

Hier weiterlesen: Urteil

Bild von rechts: Ida Petioka, Dr. Milena Prokopova, Vaclav Pinta, Jaroslav Hruska, Dr. Pavel Repa, Michaela Domeyer

Mitglieder der tschechischen Naturschutzorganisation ČSOP, Vertreter der Naturparkverwaltung Böhmischer Wald (Regionální pracoviště SCHKO Český les) sowie des VLAB trafen sich am 21. März zu einer Besprechung im Museum der tschechischen Stadt Tachov. Die Naturschützer vereinbarten, die Wiederansiedlung des Habichtskauzes auch auf den angrenzenden Böhmischen Wald (Český les) auszuweiten. Ziel ist, eine Ausbreitungsachse zu der noch fragilen und isolierten Kleinpopulation des Habichtskauzes im Bayerischen Wald und dem Naturpark Šumava zu schaffen.

Bereits in diesem Sommer sollen dazu die ersten Brutkästen für den Habichtskauz nach Tschechien geliefert werden. Das Anbringen und die Betreuung der Nisthilfen sowie das spätere Monitoring erfolgt durch die tschechischen Naturschützer. Auch eine Besichtigung der Auswilderungsvoliere und Brutkästen in Bayern ist für den kommenden Mai geplant.

Möglich gemacht wurde das Gespräch zu dieser länderübergreifenden Naturschutz-Kooperation durch Ida Petioka, Alfred Wolf und Edgar Zwerenz vom Geschichtspark Bärnau-Tachov, die durch ihre Arbeit im Geschichtspark gute Kontakte zu den tschechischen Nachbarn pflegen.

 

Der VLAB erteilte am 14. März einem Fachanwalt das Mandat, eine naturschutzrechtliche Verfügung zum Schutz von Vogel- und Fledermausarten im schwäbischen Landkreis Ostallgäu zu erwirken.

Hintergrund: Zahlreiche nach EU- und deutschem Recht streng und besonders geschützte Vogel- und Fledermausarten sind durch in Betrieb befindliche Windkraftanlagen akut gefährdet. Sie sollen vor dem Tod durch Erschlagen bewahrt werden.

Bei einem negativen Bescheid wird eine Verbandsklage gegen den Freistaat Bayern erwogen .

 

HAINDLING_H. J. Buchner

HAINDLING_H. J. Buchner

Die Band „Haindling“ genießt Kultstatus in Bayern. Bandleader Jürgen Buchner ist seit kurzem Mitglied beim VLAB. Zusammen plant man Aktionen zum Schutz der vielfältigen bayerischen Kulturlandschaften.

Der alljährliche Kahlschlag an bayerischen Autobahnen, Straßen und Bahntrassen ist ihm ein Dorn im Auge. Jürgen Buchner (73), Gründer und Leadsänger der legendären Bayernpop-Gruppe “Haindling”, will nicht länger hinnehmen, dass die wertvollen Lebensräume insbesondere für Vögel und Insekten entlang vieler Verkehrswege regelmäßig zerstört werden. “Ich beobachte seit einigen Jahren, dass im Winter überall in Bayern alle Bäume und Büsche entlang von Gleisen und Straßen rigoros beseitigt werden. Die werden oft mit Stumpf und Stiel einfach herausgerissen. Und wenn dann im Frühjahr die Zugvögel kommen, haben sie nichts mehr zu fressen und keinen Platz, um ihre Nester zu bauen”, sagt Buchner. Dabei redet doch jeder vom Bienensterben, vom Insektensterben und dass die Vögel immer weniger werden. Ich versteh das nicht.” Sein Ärger darüber war einer der Gründe, dem VLAB beizutreten.

weiterlesen: PM zu Jürgen Buchner

nachlesen: Interview mit Jürgen Buchner

 

Vor mehr als 200 Zuhörern im Veranstaltungssaal Raum 7 in Mellrichstadt (Landkreis Rhön-Grabfeld) ist Enoch zu Guttenberg, Ehrenpräsident des VLAB, mit der deutschen „Energiewende“ abermals hart ins Gericht gegangen. Veranstalter des Abends war die Kreisgruppe Rhön-Grabfeld des VLAB sowie der Verein zum Schutz der Umwelt und des Kulturerbes in Rhön-Grabfeld (SUKRG). Die Initiativen planen derzeit, gegen das bereits gebaute Windindustriegebiet „Streu und Saale“ rechtliche Schritte einzuleiten und baten dafür um finanzielle Unterstützung. Der „Wind-„park“ mit zehn  Anlagen sei ein ohne wirksame baurechtliche Genehmigung errichteter „Schwarzbau“ und müsse rückgebaut werden.

Guttenberg gab in seiner Rede den Startschuss zur Vorwahl-Kampagne des VLAB und aller Windkraft und Energiewende kritischen Bürgerinitiativen in Bayern. Voraussichtlich am 14. Oktober finden in Bayern Landtagswahlen statt, bei denen erstmals Markus Söder als designierter CSU-Ministerpräsident antreten wird. An ihn vor allem richtet sich Guttenbergs

Mellrichstädter Appell zur Energiewende in Bayern

  1. Keine Aufweichung oder gar Abschaffung der 10-H-Abstandsregelung in Bayern.
  2. Erweiterung der 10-H-Abstandsregelung auf kleinere Ortschaften, Streusiedlungen und bewohnte Einzelgehöfte, in denen es keinen gültigen Bebauungsplan gibt. Diese sind nämlich bisher von der 10-H-Abstandsregelung ausgenommen.
  3. Grundsätzliches Verbot des Baues von Windrädern in Naturparks und Landschaftsschutzgebieten. Dafür genügt eine einfache Ergänzung im bayerischen „Winderlass“.
  4. Grundsätzliches Bauverbot von Windrädern in Wäldern. Auch hierfür genügt eine Ergänzung im „Winderlass“. Rechtsgrundlage wäre das Bayerische Waldgesetz Art. 1, nach dem die „Waldfläche zu erhalten und erforderlichenfalls zu vermehren“ ist.

Die dringend nötige Abschaffung des EEG und der Privilegierung von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien im Baugesetzbuch sei natürlich wünschenswert, jedoch unter der gegenwärtigen Zusammensetzung des Bundestages leider eine Utopie und derzeit wohl nicht realisierbar, sagte Guttenberg in seiner knapp zweistündigen, immer wieder von Beifall unterbrochenen Ansprache.

Guttenberg schloss seine Rede mit einem Appell an eine grundsätzliche  „Lebenswende“:

„Meine Damen und Herren, ich möchte Sie nach dieser langen Rede, der Sie so aufmerksam und geduldig zugehört haben, entlassen mit einem Zitat des französischen Ökonomen und Philosophen Serge Latouche, der mit dem Konzept der „nachhaltigen Entwicklung“, dem auch das viel beschworene „grüne Wachstum“ mitsamt der in unserem Land auf so verhängnisvolle Weise exekutierten Energiewende zugerechnet werden kann, hart ins Gericht geht:

Die Theorie der nachhaltigen Entwicklung, so Latouche, „erweist sich insofern als besonders trügerisch, weil sie die Menschen in dem Glauben belässt, die Krise sei zu lösen, ohne dass man die Logik des Marktes, der Ökonomisierung aller Lebensbereiche bis hinein ins menschliche Vorstellungsvermögen, die Geldwirtschaft und die grenzenlose Expansion des Kapitals anficht. In Wirklichkeit ist sie letztlich zum Scheitern verurteilt, sofern sie einem System von Produktion und Konsum verhaftet bleibt, das selbst der Hauptverursacher ebenjener Schäden ist, die sie zu beheben trachtet“.

Ich glaube fest daran, dass wir die derzeitige Epochenkrise nur lösen können, wenn wir wieder ein Brett bohren, das die allermeisten Politiker nicht mehr bohren wollen, weil es keine Wählerstimmen verspricht. Es ist das dickste aller Bretter im Umweltschutz, wie ich ihn verstehe. Wir müssen Abschied nehmen von dem heutigen System von Massenproduktion und Massenkonsum, wie es sich in aller Schärfe und zerstörerischen Gewalt seit dem Zweiten Weltkrieg herausgebildet hat.

Ja, wir brauchen eine Wende. Keine Energiewende, sondern eine Lebenswende, orientiert an der neuen, alten Kultur des Maßhaltens. Wir müssen das Zeitalter der „liquiden Moderne“, wie der polnisch-britische Soziologe Zygmunt Baumann sie beschrieben hat, hinter uns lassen, bevor es richtig begonnen hat. Eine Epoche, die überall das Solide, das Dauerhafte, das Verbindliche durch das Flüchtige, Vergängliche, Unverbindliche zu ersetzen begonnen hat und den mörderischen Produktivismus und Konsumismus des Industriezeitalters noch einmal gesteigert hat zu einem wahren Hexensabbat der Verschleuderung und Verschwendung von Ressourcen, die über Jahrmillionen entstanden sind.“

Spendenkonto VLAB-Kreisverband: VR-Bank Rhön-Grabfeld, BIC: GENODEF1MLV, IBAN: DE04 7906 9165 0001 0271 74

Spendenkonto SUKRG: Deutsche Postbank, BIC: PBNKDEFF, IBAN: DE14 7601 0085 0081 3618 56

Artikel in der Main-Post zu Guttenbergs Rede

Rhöner Rede von Enoch zu Guttenberg (ungekürzte PDF)

Video der Rede von Enoch zu Guttenberg

Zur Zeit findet im Internet ein sogenanntes „Bürgergutachten“ der bayerischen Staatsregierung statt.

Noch bis 4. Februar werden Bürgerinnen und Bürger um ihre Meinung, ihre Erfahrungen und ihre Ideen gebeten. Sie können zu vielen aktuellen Themen online kommentieren, bewerten und abstimmen, u.a. auch zu den Themen Naturschutz, Artenschutz und Energie. Das Thema Windkraft wird leider nicht mit einem eigenen Titel angesprochen, aber man kann unter geeigneten anderen Überschriften durchaus seine Meinung dazu kundtun.

Diese Gelegenheit sollten wir nutzen!

 

Auch der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) unterstützt nun das von der Partei Bündnis90/Die Grünen zusammen mit der ÖDP und der Bauernorganisation AbL angestrengte Volksbegehren “Betonflut eindämmen” gegen den ungebremsten Flächenfraß im Freistaat.

“Der Bau von immer neuen Straßen, Wohnsiedlungen und Gewerbegebieten auf der grünen Wiese zählt zu den größten Umweltproblemen in Bayern”, sagte der Vorsitzende des VLAB, Johannes Bradtka. “Deshalb unterstützen wir das Volksbegehren der Grünen, auch wenn wir auf anderen Gebieten wie der Energiewende durchaus konträre Positionen einnehmen.”

zur Pressemitteilung: PM Beitritt zum Volksbegehren gegen Flächenfraß

Der verheerende Gewittersturm im Bayerischen Wald sollte nach unserer Einschätzung auch als große Chance für einen ökologischen Waldumbau genutzt werden.

Das Unwetter bietet jetzt eine Möglichkeit, den ökologischen Waldumbau weiter voranzutreiben und reine Fichtenbestände in reich strukturierte Mischwälder umzubauen.

Außerdem kann der für viele Pflanzen-, Tier- und Pilzarten essentiell wichtige Totholzanteil deutlich gesteigert werden.

weiterlesen: PM zu Orkan bei Passau

 

Die Ausweisung der Ammergauer Alpen zum 19. Naturpark im Freistaat ist nach Einschätzung des Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) ein wichtiges Signal zur Stärkung des Natur- und Landschaftsschutzes in der Fläche. “Wir begrüßen die Entscheidung der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf, die Ammergauer Alpen in die Familie der Naturparks aufzunehmen. Dieses großflächige Schutzgebiet ist naturschutzfachlich und bezüglich seiner Erholungsfunktionen für die Bevölkerung eine sehr gute Wahl”, sagt Johannes Bradtka, Vorsitzender des VLAB.
Zugleich forderte er Scharf auf, noch weitere wertvolle Naturregionen Bayerns als Naturparks unter besonderen Schutz zu stellen.

Weiterlesen: PM zu Naturpark Ammergauer Alpen

Wir wurden eingeladen, uns in dem Pavillon des Bayerischen Umweltministeriums an der Landesgartenschau 2018 in Würzburg zu beteiligen. An einem Wochenende im September 2018 werden wir das Wiedereinbürgerungsprojekt Habichtskauz präsentieren. In Form von Audio- und Videobeiträgen, Schautafeln, zahlreichen Exponaten und Infomaterialien soll großen und kleinen Naturfreunden das Projekt erklärt und über die große Bedeutung reich strukturierter Mischwälder für den Arten- und Klimaschutz informiert werden.

Junger Habichtskauz in Voliere im Steinwald kurz nach seinem Transport aus dem Nationalpark Bayerischer Wald.

Nach rund zweijähriger intensiver Vorbereitung begann heute der praktische Teil unseres Wiedereinbürgerungsprojektes.

Im Nationalpark Bayerischer Wald und im Opel-Zoo in Kronberg/Taunus wurden sechs gesunde Ästlinge abgeholt und in eine Auswilderungs-Voliere im Naturpark Steinwald in der nördlichen Oberpfalz transportiert. Aktuell werden 70 Brutkästen an geeigneten Orten im Wald angebracht. 40 Brutkästen wurden durch den VLAB, 30 Kästen durch den Forstbetrieb Fichtelberg des Unternehmens Bayerische Staatsforsten (BaySF) finanziert.

Nach rund vier Wochen Eingewöhnung in ihren neuen Lebensraum und in den artgemäßen Nahrungserwerb, sollen die Habichtskäuze Ende Juli in die Freiheit entlassen werden. Eine Prägung auf den Menschen darf unter keinen Umständen stattfinden. Eine gesunde Nahrung soll die Sinne und das Federkleid der Tiere stärken und sie auf ein Überleben in der Natur optimal vorbereiten.

Zu den Pressemitteilungen:

PM Habichtskauzprojekt allgemein

Protagonisten