Pressemitteilung: Ammergauer Alpen zum Naturpark erklärt. Eine gute Entscheidung

Die Ausweisung der Ammergauer Alpen zum 19. Naturpark im Freistaat ist nach Einschätzung des Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) ein wichtiges Signal zur Stärkung des Natur- und Landschaftsschutzes in der Fläche. “Wir begrüßen die Entscheidung der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf, die Ammergauer Alpen in die Familie der Naturparks aufzunehmen. Dieses großflächige Schutzgebiet ist naturschutzfachlich und bezüglich seiner Erholungsfunktionen für die Bevölkerung eine sehr gute Wahl”, sagt Johannes Bradtka, Vorsitzender des VLAB.
Zugleich forderte er Scharf auf, noch weitere wertvolle Naturregionen Bayerns als Naturparks unter besonderen Schutz zu stellen.

Weiterlesen: PM zu Naturpark Ammergauer Alpen

2 Kommentare
  1. Dr. Dieter Wahl
    Dr. Dieter Wahl says:

    Die Ausweisung eines neuen Naturparks klingt im ersten Moment natürlich gut und ist grundsätzlich auch richtig. Allerdings muss man sich auch fragen, was ein Naturpark
    eigentlich wert ist, wenn er von Windkraftzonen wie ein Schweizer Käse durchlöchert wird. Jüngstes Beispiel ist der Naturpark Bayerischer Odenwald, in dem acht Windkraftzonen beschlossen worden – nur weil sich die Regierung von Unterfranken zum Ziel gesetzt hatte, noch Platz für weitere 50 Windräder in Unterfranken zu schaffen. In der Begründung zur Änderung der Naturparkverordnung heißt es wörtlich, dass mit der Zonierung „ein wesentlicher Beitrag zur sog. Energiewende geleistet werden soll“. Allerdings wurde dies für die bekanntermaßen windschwache Region im Änderungsverfahren nicht ansatzweise geprüft. Gebiete, die nicht auf geschützte Arten untersucht worden sind, wurden als unproblematisch eingestuft, konkreten Hinweisen auf geschützte Arten wurde nicht nachgegangen. Im bayerischen Windenergieerlass heißt es so schön, dass Naturparke „sensibel zu behandelnde Gebiete“ sind. Davon war weder in den Beschlussvorlagen des Bezirks Unterfranken noch in den Sitzungen des Bezirks ein einziges Mal die Rede. Wenn es um den ach so sicheren und billigen Windstrom geht, steht dem Naturgenuss und dem Landschaftsbild offensichtlich nicht mal mehr der Bau von 230 m hohen Windrädern entgegen. Wenn ein Naturpark jederzeit zum Gewerbepark mutieren kann, sind Naturparke reine Alibiveranstaltungen.

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    • VLAB
      VLAB says:

      Vollkommen richtig.
      Wir fordern daher auch vom Umweltministerium, „die Naturparks konsequent von Windindustrieanlagen und sonstiger großindustrieller Infrastruktur freizuhalten“.

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