Ein gut gemachter Dokumentarfilm zur Energiewende des Journalisten und Filmemachers Jörg Rehmann. Er liegt auch als knapp einstündige Kurzfassung vor. Vor allem diese Version eignet sich besonders gut, um sie im Rahmen von Informations- und Diskussionsveranstaltungen gegen Windkraftprojekte in ganz Deutschland zu präsentieren. Der Odenwald steht dabei pars pro toto für den Irrsinn, der längst das ganze Land erfasst hat.

Kontakt: https://joerg-rehmann.de/blog/2018/09/19/end-of-landschaft/
Pressematerialien: https://joerg-rehmann.de/blog/download-category/end-of-landschaft-presse/

zur Rezension von Georg Etscheit 

Libera me! – Errette mich. Pianissimo haucht der Chor die letzten Worte aus Giuseppe Verdis „Requiem“ in den Raum. Dann , minutenlange Stille. Rechts am Bühnenrand ein Foto Enoch zu Guttenbergs auf einer hölzernen Staffelei, links, tief in sich versunken, die Sopranistin Susanne Bernhard. Mit ihr verband Guttenberg, der im Juni mit nur 71 Jahren gestorben ist, eine letzte, erfüllende Liebe. Die beiden waren schon verlobt, zur Heirat kam es nicht mehr.

Endlich senkt Dirigent Kent Nagano seine Arme und ein Jubelsturm bricht los, minutenlang. Die Ovationen gelten der Klangverwaltung, Guttenbergs langjährigem Orchester, sie gelten dem prächtigen Solistenquartett – neben Bernhard sangen Anke Vondung (Alt), Sun Min Song (Tenor) und Tareq Nazmi (Bass) – und dem einstigen Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper und heutigem Musikchef der Hamburgischen Staatsoper, der eigens aus Montreal eingeflogen war.

zum vollständigen Artikel auf Umwelt Watchblog

In einer aktuellen Video-Botschaft sprach sich der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder klar für den Erhalt der 10-H-Abstandsregelung von Windrädern, auch nach den bayerischen Landtagswahlen, aus.

Der VLAB begrüßt dieses unmissverständliche Bekenntnis des Ministerpräsidenten zu der bewährten und durch den Bayerischen Verfassungsgerichtshof bestätigten Regelung zum Schutz der Kulturlandschaften und deren Anwohner.

https://de-de.facebook.com/VLABNEWTIR/videos/170404410474044/

Trotz eines laufenden Berufungsverfahrens des VLAB vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof München, ordnete das zuständige Landratsamt den sofortigen Vollzug des Baus von Windrädern im Landkreis Dachau an.

Es ist zu befürchten, dass bald mit massiven Rodungsarbeiten begonnen wird. Der VLAB hat daher in einem Eilverfahren Klage beim Verwaltungsgericht München eingereicht, um den sofortigen Vollzug des Baus aufzuheben und um die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen.

Der VLAB wird hierbei von seinen Mitgliedern aus dem Landkreis Dachau unterstützt.

Der VLAB ist der einzige staatlich anerkannte Umwelt- und Naturschutzverband in Bayern, der neben seiner Naturschutzarbeit auch für den uneingeschränkten Erhalt der 10-H-Abstandsregelung kämpft. Sie muss unverwässert auch nach der Landtagswahl erhalten bleiben. Die in der Praxis bewährte bayerische Abstandsregelung soll künftig auch in den anderen Bundesländern Anwendung finden.

 

Feldlerche

Feldlerche (Bild VLAB)

Im Rahmen der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung einer Windkraftanlage im Landkreis Freising wurde der Windkraftbetreiber zur Anlage sogenannter Lerchenfenster verpflichtet. Durch die Lerchenfenster soll der durch die Baumaßnahme bedingte Lebensraumverlust der Feldlerche ausgeglichen werden.

Die Genehmigung mit der Auflage erfolgte bereist im Herbst 2014 durch das zuständige Landratsamt Freising. Nach Kenntnissen des VLAB wurden bisher keine Lerchenfenster angelegt.

Der VLAB forderte daher am 28. Mai über einen Rechtsanwalt das Landratsamt zu einer Kontrolle und, falls erforderlich, zu einer sofortigen Vollstreckung der Auflagen auf.

Rotmilan tot unter Windrad

Rotmilan tot unter Windrad

Das pathomorphologische Gutachten eines im April unter einer Windkraftanlage im Windpark Ellenfeld in Ostbayern tot aufgefunden Rotmilan ist eindeutig: Der in zwei Hälften getrennte Tierkörper wies multiple ausgedehnte Frakturen im Bereich der Halswirbel, des Schultergürtels, der Ober- und Unterarme sowie der Rippen auf. Zusätzlich wurde ein Abriss des Herzens an der Herzbasis attestiert. Schussverletzungen konnten keine festgestellt werden. Der Rotmilan war in einem guten Ernährungszustand.

Die multiplen Verletzungsarten lassen auf ein heftiges, stumpfes Trauma verursacht durch Rotorschlag schließen, so der Leiter der Untersuchung in seinem Gutachten.

Der VLAB sieht sich auf Grund der signifikanten Gefährdungslage gezwungen, am zuständigen Landratsamt Tirschenreuth eine sofortige Verfügung zur Abschaltung des Windparks über einen Rechtsanwalt zu beantragen. Durch die Abschaltung, jeweils in einem Zeitraum von 1. März bis 15. August von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, sollen weitere Schlagopfer streng geschützter Vogelarten im Bereich des Windparks verhindert werden.

weiterlesen PM_Rotmilan_Windpark Ellenfeld

Schönstes Naturwunder Deutschlands 2013 - Der Rauhe Kulm

Schönstes Naturwunder Deutschlands 2013 – Der Rauhe Kulm

Nicht weit entfernt vom 682 Meter hohen Rauhen Kulm im Landkreis Neustadt an der Waldnaab in der Oberpfalz laufen die Planungen für einen Windpark. Der Rauhe Kulm liegt im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald. Er ist einer der imposantesten Basaltberge Bayerns und besitzt eine herausragende landschaftsprägende Bedeutung. Ihm vorgelagert ist das Kloster Speinshart, ein barockes Kulturdenkmal erster Güte. Als Baudenkmal von europäischem Rang zählt das Klosterdorf Speinshart zu den schönsten Dörfern Süddeutschlands.

Der imposante Basaltberg ist seit 1949 als Naturdenkmal geschützt. 2013 wurde er von der Heinz-Sielmann-Stiftung zum Schönsten Naturwunder Deutschlands“ gekürt. Neben der herausragenden landschaftsprägenden Bedeutung ist der Rauhe Kulm mit seiner Kulturlandschaft im Umfeld für den sanften Naturtourismus sowie aus geologischer, historischer und naturschutzfachlicher Sicht von besonderer Wertigkeit.

Der VLAB wird sich daher entschieden gegen diese Planungen aussprechen.

Die Todesursache eines im April unter einer Windkraftanlage bei Bärnau in der Oberpfalz tot aufgefundenen Rotmilans steht fest.
Ein tiermedizinisches Institut stellte im Rahmen pathologisch-anatomischer Untersuchungen fest, dass der nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützte Greifvogel durch ein „hochgradiges stumpfes Trauma“ getötet wurde.

„Art und Ausmaß der pathomorphologischen Veränderungen lassen unter Berücksichtigung des Fundortes auf eine Verletzung durch Rotorschlag schließen.“

Der VLAB wird das örtlich zuständige Landratsamt auffordern, aufgrund der permanenten Gefahrenlage im Sinne des § 44 Abs. 1 BNatSchG und des § 3 Abs. 2 BNatSchG unverzüglich Auflagen hinsichtlich der Betriebseinschränkung bzw. Betriebsuntersagung der Windkraftanlagen zu verfügen.

Sehr geehrter Herr Professor Weiger,

nach 18 Jahren an der Spitze des Bundes Naturschutz in Bayern (BN) haben Sie heute, am 28. April 2018, ihr Amt abgegeben. Wir bedauern dies nicht, weil die Bilanz ihres Wirkens an der Spitze dieses bedeutenden und traditionsreichen Umweltverbandes verheerend ist. Unter Ihrer Führung ist der BN von einem echten, überparteilichen Naturschutzverband zu einer Lobbyorganisation für die Milliarden schwere Branche der Erneuerbaren Energie-Industrie geworden, die durch gelegentliche, öffentlichkeits-wirksame Aktionen einen Rest wirklicher Naturschutzarbeit oft nur noch vortäuscht. Das große Engagement vieler BN-Aktiver an der Basis soll dabei nicht in Abrede gestellt werden…

unter folgendem Link können Sie den vollständigen Brief nachlesen oder/und herunterladen: VK & VLAB an Prof. Hubert Weiger

Ein Appell des VLAB Vorsitzenden an die Politiker zum Erhalt der bewährten 10-H-Abstandsregelung in Bayern:

(…) Ich fordere die Bundespolitiker auf, die ökologischen Risiken der Windkraft, des großflächigen Biogas-Maisanbaus und der riesigen Freiflächen-Fotovoltaik-Felder in unseren Kulturlandschaften ideologiefrei und ohne Beteiligung der Lobbyverbände neu zu bewerten. Die Privilegierung des Baus erneuerbarer Energieanlagen im Außenbereich ist durch nichts zu rechtfertigen und muss daher schnellstens aufgehoben werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist überholt und ad acta zu legen.
An die bayerischen Politiker, gleich welcher Partei, appelliere ich im Wahljahr eindringlich: Rüttelt nicht an der bewährten 10-H-Abstandsregelung in Bayern. Sie muss unverändert beibehalten werden.

Zum vollständigen Artikel auf dem Umwelt Watchblog

Rotmilan tot unter Windrad

Teile Rotmilan unter Windrad

Am heutigen Mittwoch wurde ein unter einer Windkraftanlage in der Oberpfalz tot aufgefundener, in zwei Stücke zerhackter Rotmilan in ein tiermedizinisches Institut nach Erlangen verbracht.

Im Rahmen einer pathologisch-anatomisch-histologischen Untersuchung soll die Todesursache festgestellt werden. Bei der Untersuchung lassen sich Schussverletzungen, Vergiftungen, bakterielle Todesursachen, weitere Erkrankungen oder ein Trauma, verursacht durch einen heftigen Aufprall auf ein Hindernis, diagnostizieren. Das Ergebnis liegt in rund 10 Tagen vor.

Bei einem positiven Trauma-Nachweis, verursacht durch die Rotoren der Windkraftanlage, wird der VLAB über einen Anwalt Abschaltzeiten am zuständigen Landratsamt beantragen.

VLAB-Landesbeirat Dr. Friedrich Buer referierte im Rahmen einer Informationsveranstaltung des Vereins LinthGegenWind (Schweiz) am 13. April 2018 im Jakobsblick in Niederurnen über das Thema „Windkraftanlagen – Auswirkungen auf Mensch und Tier“

Vorher begründete der weltbekannte Ornithologe Prof. Dr. Urs Glutz von Blotzheim in einem Grußwort sein Engagement gegen die Windkraft:

„Ich kann nicht tatenlos zusehen, wie dem Biodiversitätsschwund, trotz Lippenbekenntnissen der Politik, neben den bekannten Todesursachen von Vögeln noch neue hinzugefügt werden.“

 

Der VLAB lehnt in einer Stellungnahme vom 10. April 2018 die 4. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Bärnau (Naturpark Oberpfälzer Wald) zum Zwecke der Ausweisung von Konzentrationszonen für Windkraftanlagen entschieden ab.

Dem Bau von Windkraftanlagen wurde in der Region in den zurückliegenden Jahren bereits sehr viel Raum eingeräumt. Das Gebot, Windrädern in substanzieller Weise Raum zu verschaffen, ist bei Bärnau bereits weit übererfüllt.

Der Bau weiterer Windkraftanlagen würde sowohl die Vogel- und Fledermausfauna mit ihren vielen nach der Vogelschutzrichtlinie 2009/147 und dem Bundesnaturschutzgesetz streng bzw. besonders geschützt Arten signifikant gefährden, als auch die besondere Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft und deren Erholungswert stark beeinträchtigen.

Der VLAB wird in den kommenden Tagen Klage vor dem VG Würzburg gegen den Freistaat Bayern erheben.

Der Hintergrund: Ein Landratsamt in Unterfranken erstellte vor einigen Jahren eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung für einen Windpark mit 10 Windkraftanlagen, obwohl schwerwiegende naturschutz- und baurechtliche Belange dagegen standen.

Im Rahmen der Verbandsklage soll der Genehmigungsbescheid aufgehoben werden.

Der VLAB klagte im Januar 2018 erfolgreich gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung einer WKA. Kurz vor Ostern übersandte uns das Verwaltungsgericht Regensburg das schriftliche Urteil (Az. RO 7 K 17.163).

Hier weiterlesen: Urteil

Der VLAB erteilte am 14. März einem Fachanwalt das Mandat, eine naturschutzrechtliche Verfügung zum Schutz von Vogel- und Fledermausarten im schwäbischen Landkreis Ostallgäu zu erwirken.

Hintergrund: Zahlreiche nach EU- und deutschem Recht streng und besonders geschützte Vogel- und Fledermausarten sind durch in Betrieb befindliche Windkraftanlagen akut gefährdet. Sie sollen vor dem Tod durch Erschlagen bewahrt werden.

Bei einem negativen Bescheid wird eine Verbandsklage gegen den Freistaat Bayern erwogen .

 

Der VLAB lehnt die vom Bund Naturschutz zusammen mit bayerischen Stadtwerken und Energieversorgern propagierte „dezentrale“ Energiewende vehement ab und präsentiert konkrete Szenarien, was dies für Bayern bedeuten würde.

Die “dezentrale” Versorgung eines energieintensiven Industrielandes und Hightech-Standortes wie Bayern mit sogenanntem “Grünstrom” aus erneuerbaren Quellen ist ein pseudo-ökologisches Hirngespinst und weder politisch noch technisch realisierbar. “Unsere Politiker und auch unsere Kollegen aus den traditionellen Umweltverbänden sollten sich schleunigst von dieser absurden Idee verabschieden”, sagte Johannes Bradtka, Vorsitzender des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) zu einer entsprechenden Initiative des Bundes Naturschutz (BN) und verschiedener Bayerischer Stadtwerke und Versorger. Ziel dieser Allianz ist es, Bayern mehr oder weniger komplett mit “hausgemachtem” Strom aus der Region zu versorgen. Dadurch sollen unter anderem neue Hochspannungstrassen verhindert werden.

weiterlesen Pressemitteilung Dezentrale Energiewende

Vor mehr als 200 Zuhörern im Veranstaltungssaal Raum 7 in Mellrichstadt (Landkreis Rhön-Grabfeld) ist Enoch zu Guttenberg, Ehrenpräsident des VLAB, mit der deutschen „Energiewende“ abermals hart ins Gericht gegangen. Veranstalter des Abends war die Kreisgruppe Rhön-Grabfeld des VLAB sowie der Verein zum Schutz der Umwelt und des Kulturerbes in Rhön-Grabfeld (SUKRG). Die Initiativen planen derzeit, gegen das bereits gebaute Windindustriegebiet „Streu und Saale“ rechtliche Schritte einzuleiten und baten dafür um finanzielle Unterstützung. Der „Wind-„park“ mit zehn  Anlagen sei ein ohne wirksame baurechtliche Genehmigung errichteter „Schwarzbau“ und müsse rückgebaut werden.

Guttenberg gab in seiner Rede den Startschuss zur Vorwahl-Kampagne des VLAB und aller Windkraft und Energiewende kritischen Bürgerinitiativen in Bayern. Voraussichtlich am 14. Oktober finden in Bayern Landtagswahlen statt, bei denen erstmals Markus Söder als designierter CSU-Ministerpräsident antreten wird. An ihn vor allem richtet sich Guttenbergs

Mellrichstädter Appell zur Energiewende in Bayern

  1. Keine Aufweichung oder gar Abschaffung der 10-H-Abstandsregelung in Bayern.
  2. Erweiterung der 10-H-Abstandsregelung auf kleinere Ortschaften, Streusiedlungen und bewohnte Einzelgehöfte, in denen es keinen gültigen Bebauungsplan gibt. Diese sind nämlich bisher von der 10-H-Abstandsregelung ausgenommen.
  3. Grundsätzliches Verbot des Baues von Windrädern in Naturparks und Landschaftsschutzgebieten. Dafür genügt eine einfache Ergänzung im bayerischen „Winderlass“.
  4. Grundsätzliches Bauverbot von Windrädern in Wäldern. Auch hierfür genügt eine Ergänzung im „Winderlass“. Rechtsgrundlage wäre das Bayerische Waldgesetz Art. 1, nach dem die „Waldfläche zu erhalten und erforderlichenfalls zu vermehren“ ist.

Die dringend nötige Abschaffung des EEG und der Privilegierung von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien im Baugesetzbuch sei natürlich wünschenswert, jedoch unter der gegenwärtigen Zusammensetzung des Bundestages leider eine Utopie und derzeit wohl nicht realisierbar, sagte Guttenberg in seiner knapp zweistündigen, immer wieder von Beifall unterbrochenen Ansprache.

Guttenberg schloss seine Rede mit einem Appell an eine grundsätzliche  „Lebenswende“:

„Meine Damen und Herren, ich möchte Sie nach dieser langen Rede, der Sie so aufmerksam und geduldig zugehört haben, entlassen mit einem Zitat des französischen Ökonomen und Philosophen Serge Latouche, der mit dem Konzept der „nachhaltigen Entwicklung“, dem auch das viel beschworene „grüne Wachstum“ mitsamt der in unserem Land auf so verhängnisvolle Weise exekutierten Energiewende zugerechnet werden kann, hart ins Gericht geht:

Die Theorie der nachhaltigen Entwicklung, so Latouche, „erweist sich insofern als besonders trügerisch, weil sie die Menschen in dem Glauben belässt, die Krise sei zu lösen, ohne dass man die Logik des Marktes, der Ökonomisierung aller Lebensbereiche bis hinein ins menschliche Vorstellungsvermögen, die Geldwirtschaft und die grenzenlose Expansion des Kapitals anficht. In Wirklichkeit ist sie letztlich zum Scheitern verurteilt, sofern sie einem System von Produktion und Konsum verhaftet bleibt, das selbst der Hauptverursacher ebenjener Schäden ist, die sie zu beheben trachtet“.

Ich glaube fest daran, dass wir die derzeitige Epochenkrise nur lösen können, wenn wir wieder ein Brett bohren, das die allermeisten Politiker nicht mehr bohren wollen, weil es keine Wählerstimmen verspricht. Es ist das dickste aller Bretter im Umweltschutz, wie ich ihn verstehe. Wir müssen Abschied nehmen von dem heutigen System von Massenproduktion und Massenkonsum, wie es sich in aller Schärfe und zerstörerischen Gewalt seit dem Zweiten Weltkrieg herausgebildet hat.

Ja, wir brauchen eine Wende. Keine Energiewende, sondern eine Lebenswende, orientiert an der neuen, alten Kultur des Maßhaltens. Wir müssen das Zeitalter der „liquiden Moderne“, wie der polnisch-britische Soziologe Zygmunt Baumann sie beschrieben hat, hinter uns lassen, bevor es richtig begonnen hat. Eine Epoche, die überall das Solide, das Dauerhafte, das Verbindliche durch das Flüchtige, Vergängliche, Unverbindliche zu ersetzen begonnen hat und den mörderischen Produktivismus und Konsumismus des Industriezeitalters noch einmal gesteigert hat zu einem wahren Hexensabbat der Verschleuderung und Verschwendung von Ressourcen, die über Jahrmillionen entstanden sind.“

Spendenkonto VLAB-Kreisverband: VR-Bank Rhön-Grabfeld, BIC: GENODEF1MLV, IBAN: DE04 7906 9165 0001 0271 74

Spendenkonto SUKRG: Deutsche Postbank, BIC: PBNKDEFF, IBAN: DE14 7601 0085 0081 3618 56

Artikel in der Main-Post zu Guttenbergs Rede

Rhöner Rede von Enoch zu Guttenberg (ungekürzte PDF)

Video der Rede von Enoch zu Guttenberg

Erstmals in der Bundesrepublik ist die Verbandsklage eines Umweltverbandes gegen ein einzelnes Windkraftwerk von einem Gericht in allen Punkten bestätigt worden. VLAB-Chef Bradtka: Fall hat Präzedenzwirkung für ganz Energiewende-Deutschland.

Bisher war es erst möglich, ab einer Mindestzahl von drei Windkraftwerken zu klagen. “Das führte oft zu einer regelrechten Salamitaktik seitens der Windkraftprojektierer. Man erichtet zuerst nur eine oder zwei Anlagen, gegen die kein Verbandsklagerecht bestand, und erweiterte dann den “Windpark” schrittweise.” Die Landschaft galt dann gewissermaßen schon als verschandelt bzw. “vorbelastet” mit technischer Infrastruktur, was weitere Genehmigungen erleichterte. “Dem hat das Gericht nun einen Riegel vorgeschoben”, sagte Bradtka.

zur vollständigen Pressemitteilung: PM_Erfolgreiche Verbandsklage