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Nach Berichten in der Süddeutschen Zeitung über einen sich andeutenden Strategiewechsel beim Bund Naturschutz (BN) pocht der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) auf die parteipolitische Neutralität aller Naturschutzverbände. 

Soll sich ein Umweltverband auch zu allgemein politischen Fragen äußern, etwa der umstrittenen Reform des bayerischen Polizeiaufgabengesetzes? Soll ein Umweltverband Front machen gegen bestimmte politische Tendenzen, wie die Etablierung einer neuen, rechtsgerichteten politischen Kraft?

In einer Pressemitteilung weist der VLAB darauf hin, dass ein Naturschutzverband keine politische Partei ist und sein sollte. Der Kampf um die Erhaltung der Kulturlandschaften mit ihrer Schönheit und ihrem Artenreichtum, der Einsatz für eine möglichst intakte Natur, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Es sei das große Verdienst des früheren BN-Vorsitzenden und jetzigen VLAB-Ehrenpräsidenten Hubert Weinzierl und des gerade verstorbenen Enoch zu Guttenberg gewesen, den BN aus seiner einstigen, historisch bedingten Umklammerung durch konservativ-autoritäre und staatsnahe Kreise zu lösen, und für alle Menschen, egal welcher politischen Ausrichtung, attraktiv zu machen. Wenn heute der neue BN-Vorsitzende Richard Mergner und sein Vorgänger Hubert Weiger ihren Verband dezidiert vor allem gegen die CSU positionierten und immer weiter nach links rückten, laufe das diesen Zielen diametral entgegen.

„Es ist gut, dass es jetzt mit dem VLAB einen noch recht jungen Naturschutzverband gibt, der sich parteipolitisch neutral verhält und weder Menschen mit konservativen noch progressiven Weltanschauungen ausschließt, wenn es ihnen ernsthaft um die in den Statuten des VLAB festgeschriebenen Ziele geht“, betonte der VLAB-Vorsitzende Johannes Bradtka. Ein Umweltverband müsse seine Ziele unabhängig von parteipolitischen Rücksichtnahmen und Festlegungen offensiv vertreten und in den politischen Prozess einbringen. Es ist dann Sache der Politikerinnen und Politiker, einen tragfähigen Kompromiss zu finden.

Dabei sei der VLAB alles andere als politisch naiv. Er suche natürlich das Gespräch mit allen im bayerischen Landtag vertretenen Parteien. „Doch wir sind keine politische Vorfeldorganisation, welcher politischen Kraft auch immer“, betonte Bradtka abschließend.

Zur Pressemeldung (PDF): PM zu Strategiewechsel beim BN

HAINDLING_H. J. Buchner

HAINDLING_H. J. Buchner

Die Band „Haindling“ genießt Kultstatus in Bayern. Bandleader Jürgen Buchner ist seit kurzem Mitglied beim VLAB. Zusammen plant man Aktionen zum Schutz der vielfältigen bayerischen Kulturlandschaften.

Der alljährliche Kahlschlag an bayerischen Autobahnen, Straßen und Bahntrassen ist ihm ein Dorn im Auge. Jürgen Buchner (73), Gründer und Leadsänger der legendären Bayernpop-Gruppe “Haindling”, will nicht länger hinnehmen, dass die wertvollen Lebensräume insbesondere für Vögel und Insekten entlang vieler Verkehrswege regelmäßig zerstört werden. “Ich beobachte seit einigen Jahren, dass im Winter überall in Bayern alle Bäume und Büsche entlang von Gleisen und Straßen rigoros beseitigt werden. Die werden oft mit Stumpf und Stiel einfach herausgerissen. Und wenn dann im Frühjahr die Zugvögel kommen, haben sie nichts mehr zu fressen und keinen Platz, um ihre Nester zu bauen”, sagt Buchner. Dabei redet doch jeder vom Bienensterben, vom Insektensterben und dass die Vögel immer weniger werden. Ich versteh das nicht.” Sein Ärger darüber war einer der Gründe, dem VLAB beizutreten.

weiterlesen: PM zu Jürgen Buchner

nachlesen: Interview mit Jürgen Buchner

 

Der VLAB lehnt die vom Bund Naturschutz zusammen mit bayerischen Stadtwerken und Energieversorgern propagierte „dezentrale“ Energiewende vehement ab und präsentiert konkrete Szenarien, was dies für Bayern bedeuten würde.

Die “dezentrale” Versorgung eines energieintensiven Industrielandes und Hightech-Standortes wie Bayern mit sogenanntem “Grünstrom” aus erneuerbaren Quellen ist ein pseudo-ökologisches Hirngespinst und weder politisch noch technisch realisierbar. “Unsere Politiker und auch unsere Kollegen aus den traditionellen Umweltverbänden sollten sich schleunigst von dieser absurden Idee verabschieden”, sagte Johannes Bradtka, Vorsitzender des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) zu einer entsprechenden Initiative des Bundes Naturschutz (BN) und verschiedener Bayerischer Stadtwerke und Versorger. Ziel dieser Allianz ist es, Bayern mehr oder weniger komplett mit “hausgemachtem” Strom aus der Region zu versorgen. Dadurch sollen unter anderem neue Hochspannungstrassen verhindert werden.

weiterlesen Pressemitteilung Dezentrale Energiewende

Ungeachtet des vehementen Protests von Natur- und Tierschutzverbänden hat der Bundestag am späten Donnerstagabend der letzten Woche die Aufweichung des Artenschutzes zugunsten der Windkraftindustrie beschlossen.

VERNUNFTKRAFT und VLAB sind entsetzt und empört – aber kämpferisch und äußern sich in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

weiterlesen: Pressemitteilung VK u VLAB PM

Dritter bayerischer Nationalpark darf nicht zu Lasten des Naturschutzes in der Fläche gehen/“Autobahn-Nationalpark“ im Spessart wäre absurd.

Der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) warnt davor, einen dritten bayerischen Nationalpark gegen die Interessen der regionalen Bevölkerung durchzusetzen. “Ein weiterer Nationalpark in Bayern ist zwar wünschenswert, aber nicht prioritär”, sagte der VLAB-Vorsitzende Johannes Bradtka. “Es macht keinen Sinn, jetzt auch im Spessart die Bevölkerung zu spalten und verbrannte Erde zu hinterlassen, wie es schon im Steigerwald als möglichem Standort eines Buchenwald-Großschutzgebietes geschehen ist…

weiterlesen Pressemitteilung (PDF, 355 KB)

Windräder sind nicht amerikanisch

Reaktion des VLAB auf die Pressemitteilung des Bund Naturschutz in Bayern (BN) zur „Lockerung des Anbindegebots“ vom 31.01.2017.

Mit großen Worten beklagt Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bundes Naturschutz in Bayern (BN), die drohende „Amerikanisierung“ der bayerischen Landschaften durch die geplante Lockerung des sogenannten Anbindegebots im Rahmen der Landesplanung (…) Einen „ruinösen Wettbewerb“ zwischen den Kommunen zu Lasten der Umwelt, wie ihn Weiger für den Fall einer „Lockerung des Anbindegebots“ befürchtet, gebe es übrigens jetzt schon – nämlich den rücksichtslosen Kampf um die besten Windkraft-Claims, oft zu Lasten der Bewohner ländlicher Gebiete, ergänzte Bradtka.

weiterlesen: Pressemitteilung VLAB (PDF)

Die Vereine für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V. (VLAB) und Baden-Württemberg (VLABW), sowie die NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) warnen vor der Aufhebung des Natur- und Artenschutzes durch „Ausnahmen vom Tötungsverbot“ in Baden-Württemberg.

Am 01.07.2015 erließ das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg pünktlich zur Ferienzeit eine Verordnung, die nichts anderes darstellt, als eine Genehmigung zum Töten von Vögeln. Damit sollen die Verbotstatbestände des Bundesnaturschutzgesetzes (§ 44 BNatSchG) für windenergieempfindliche Vogelarten ohne öffentliche Diskussion im Rahmen von immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren außer Kraft gesetzt werden.

weiterlesen: pm_ausnahme_toetungsverbot_ni_vlab_23_10_2016rotmilan-21-06-2016

Gemeinsam äußerten sich in einer Pressemitteilung der VLAB und Vernunftkraft Bayern zur Popularklage gegen das 10­‐H-Abstandsgesetz für Windkraftanlagen in Bayern. Am 12. April 2016 findet am Bayerischen Verfassungsgerichtshof in München eine mündliche Verhandlung statt. Kläger gegen das Abstandsgesetz in Bayern ist ein Konsortium aus Parteien und unterschiedlichen Gruppierungen, darunter die Grünen und Freien Wähler. Das Urteil wird in einigen Wochen erwartet.

„Die 10-H-Regelung dürfe unter keinen Umständen wieder gekippt werden. Mit dem Abstandsgesetz konnte die drohende und weithin sichtbare Zerstörung der bayerischen Kulturlandschaften durch immer mehr Windräder zumindest gebremst werden. Ganz entscheidend sei auch der erhöhte Schutz der Bürger vor den schädlichen Emissionen der Windräder“, erklärten die Co-Vorsitzende des VLAB, Dr. Christina Hauser, und der Physiker Hermann Gottschalk von Vernunftkraft Bayern in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

weiterlesen Pressemitteilung