GALIPRO – Ein VLAB Projekt zum Schutz gefährdeter Erdflechten startet im Juli

Bild: Isländisch Moos (Cetraria islandica). Die auf dem Boden lebende Flechtenart ist in Deutschland stark gefährdet und in einigen Bundesländern bereits ausgestorben.

Bild: Isländisch Moos (Cetraria islandica). Die auf dem Boden lebende Flechtenart ist in Deutschland stark gefährdet und in einigen Bundesländern bereits ausgestorben.

Im Juli beginnen wir, an vier kleineren ausgewählten Stellen im Naturschutzgebiet Waldnaabtal selten gewordene Erdflechten vor ihrem endgültigen Aussterben zu bewahren.

Was ist genau geplant?

Zuerst sammeln wir die wenigen noch vorkommenden Erdflechten Anfang Juli. Sie werden in Pappschachteln aufbewahrt und gut getrocknet.
Nach dem Sammeln wird der Anflug kleinerer Waldbäume und der stellenweise stark wachsende Schwarzbeeren-, Gras- und Moosbewuchs entfernt. Dann wird die die Streuschicht des Bodens bis zum Mineralboden abgezogen und aus der Fläche gebracht.
Im November/Dezember, wenn der Boden vom Regen oder erstem Schnee gut durchnässt ist, werden die getrockneten Flechten in kleine Stücke gebrochen und anschließend flächig ausgesät. Im Laufe der folgenden zwei bis drei Jahre bilden sich, wenn alles gut läuft, neue Erdflechtenpolster.

Alle notwendigen naturschutzrechtlichen Genehmigungen für das Projekt wurden erteilt.

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