GALIPRO 2.0 – Schutz gefährdeter Erdflechten

Mit GALIPRO (Gaia-Lichen-Projekt) möchten wir stark gefährdete Erdflechtenarten an ihren Wuchsorten fördern und durch spezielle Techniken vermehren.

Die Erdflechten werden an den ausgewählten Waldstandorten im Sommer gesammelt und mehrere Wochen lang gründlich getrocknet und regelmäßig durchmischt, um eine Schimmelbildung zu vermeiden. Nach dem Sammeln der Flechten wird die gesamte Pflanzenschicht einschließlich der Streu und des Humus bis zum Mineralboden entfernt. Das Material wird aus der Fläche verbracht und an anderer Stelle verteilt.

Neben den Flechten profitieren zahlreiche Insektenarten davon, die mit Erdflechten eine funktionelle Wechselwirkung aufweisen. Beispielsweise das Dottergelbe Flechtenbärchen (Eilema sororcula) oder das Rotkragen-Flechtenbärchen (Atolmis rubricollis). Diese Nachtfalter ernähren sich nahezu ausschließlich von Flechten, verpuppen sich im Herbst an ihnen und überwintern auf oder unter den Flechtenlagern. Sie dienen vielen Vogelarten als Nahrung. Die Vögel verbreiten wiederum Teile der Flechten und sorgen für deren Neuansiedlung. Der Kreislauf ist geschlossen.

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