Der Windkraft-Automatismus bekommt leichten Gegenwind
Kaum bringt Bundesministerin Katherina Reiche ein paar überfällige Korrekturen zum Ausbau Erneuerbarer Energien auf den Weg, überschlagen sich die Schlagzeilen: „Kapitulation“, „Zerstörung der Energiewende“, „Frontalangriff“ titeln einige Qualitätsmedien.
Tatsächlich geht es um etwas ganz Banales: Neue Anlagen sollen künftig nur dort entstehen und ans Netz gehen, wo Strom auch gebraucht und abtransportiert werden kann – und Betreiber sollen stärker Verantwortung übernehmen, wenn Netze überlastet sind.
Mehr nicht. Kein Kahlschlag. Keine „Rolle rückwärts“. Sondern ein Mindestmaß an Systemlogik, wirtschaftliches Denken und Verantwortung.
Jahrelang wurden Windkraftanlagen in Regionen gebaut, deren Netze längst überlastet waren. Sie mussten abgeschaltet werden – bezahlt wurden sie trotzdem. Die Zeche zahlen die Stromkunden, unsere Landschaften und sensible Lebensräume.
Das ist keine Energiewende! Das ist planloser Flächenverbrauch mit Kostengarantie!
Aus Sicht des VLAB ist dieser Kurswechsel dringend notwendig und längst überfällig.
Energiewende braucht Steuerung statt Automatismus und klare Grenzen zum Schutz von Arten, Lebensräumen und gewachsenen Kulturlandschaften.
Und wenn wir schon über Korrekturen sprechen, dann gehört auch der „Windkraft-Turbo“ von Robert Habeck endlich auf den Prüfstand. Wer Nachhaltigkeit ernst meint, kann Natur- und Artenschutz nicht systematisch aushebeln.
Wir hoffen, dass Ministerin Reiche standhaft bleibt und sich von den hysterischen Reaktionen und Fake News der Windkraft-Lobby nicht beeindrucken lässt.



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