Braune Buchenwälder – was steckt dahinter?

Buchenmast

Bis zu 50 Kilo reife Bucheckern können sich an einer älteren Buche entwickeln. Bild © ASP

In Bayerns Buchen- und Buchenmischwäldern bietet sich den Besuchern derzeit ein außergewöhnliche Bild: Die Wälder erscheinen von der Ferne aus betrachtet als braun, obwohl die Blätter noch grün sind. Der Grund hierfür ist keine Erkrankung der Bäume, sondern sind die außergewöhnlich vielen Bucheckern. Die Forstleute sprechen bereits jetzt schon von einer „Buchen-Jahrhundertmast“.

Beigetragen zu dieser Samenfülle haben die hohen Temperaturen im Sommer 2015 und die häufigen Niederschläge in diesem Frühjahr. Aufgrund dieser günstigen Konstellation konnten sich bis zu 50 Kilo reife Bucheckern nur an einer einzigen älteren Buche entwickeln. Zusammen mit den Fruchtbechern, der stacheligen Hülle, trägt jeder ältere Baum eine immense Last von ca. 200 bis 300 Kilo. Bis Oktober reifen die Samen heran, fallen dann auf den Waldboden und aus den Sämlingen entwickelt sich ein neuer, wertvoller Buchenwald.

Die vielen Bucheckern sind ein Geschenk für viele unserer Wildtiere. Bucheckern dienen Siebenschläfern, Eichhörnchen, Mäusen, Vögeln und natürlich auch Wildschweinen, als wichtige und gesunde Nahrung. Auf Grund der üppigen Buchenmast wird im kommenden und übernächsten Jahr die Anzahl der Mäuse deutlich ansteigen. Davon profitiert der Habichtskauz, der sich überwiegend von Mäusen ernährt. Er soll im kommenden Jahr in Nordbayern wiedereingebürgert werden. Ihn erwartet ein reich gedeckter Tisch.

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