Arbeitstreffen „Positionen des VLAB“

Für oder gegen die Rückkehr der Beutegreifer Luchs, Wolf und Bär? Diese Fragen sollen diskutiert werden Bild © Weingarth

Ist der VLAB für oder gegen die Rückkehr der großen Beutegreifer Luchs, Wolf und Bär? Diese und andere Positionen sollen bei dem Arbeitstreffen diskutiert und beschlossen werden. Bild: Dr. Marco Heurich bei der Telemetrie eines narkotisierten Luchses im Nationalpark Bayerischer Wald © Weingarth

Am Samstag, 30 April treffen sich das Ehrenpräsidium, der Vorstand, Beirat und die Regionalbeauftragten des VLAB im Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden.

Bei dem ganztägigen Treffen werden vorbereitete Arbeitsentwürfe zu den Themen „Nachhaltigkeit und Suffizienz“, „Landwirtschaft“, „Artenschutz“, „Rückkehr der Beutegreifer“ und „Jagd“ präsentiert.

Nach einer ausführlichen Erörterung sollen die Entwürfe beschlossen und als künftig verbindliche Positionen des VLAB publiziert werden.

Zu Beginn des nicht öffentlichen Arbeitstreffens gibt der Leiter des Nationalpark Bayerischer Wald, Dr. Franz Leibl, mit einem Vortrag zu dem Thema „Waldnaturschutz“ Impulse für die Veranstaltung.

 

5 Kommentare
  1. Beate Scharf
    Beate Scharf says:

    In der „Zeit“ kam vor einiger Zeit ein langer Artikel über Wölfe, den Sie unbedingt kennen sollten. Es wurden Wolfsexperten aus aller Welt befragt. Mir ist folgendes im Gedächtnis geblieben: Wo Wölfe NICHT gejagt werden, haben sie keine Scheu vor Menschen und greifen sie sogar an. Dort, wo Wölfe gejagt werden, fürchten sie den Menschen. Diesen Unterschied sollte man bei der Diskussion um die Gefährlichkeit bedenken.

    Ich tendiere dazu, die Beutgreifer wieder anzusiedeln bzw. ihre Ansiedelung zuzulassen, weil dann weniger Eingriffe in die Natur nötig sind. In Rumänien habe ich mir das angeschaut. Sehr recht wäre es mir auch, wenn wir im riesigen relativ dünn besiedelten Thüringer- und Frankenwald wieder Rothirsche hätten.

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    • VLAB
      VLAB says:

      Liebe Frau Scharf,
      vielen Dank für ihren Beitrag. Soweit wir wissen sind Wölfe relativ harmlos und meiden den Menschen weitgehend.
      Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) teilt zum Verhalten gegenüber Wölfen folgendes mit:
      Begegnung mit einem Wolf
      Der Wolf reagiert auf den Anblick von Menschen vorsichtig, aber er ergreift nicht immer sofort die Flucht. Oft zieht sich das Tier langsam und gelassen zurück. Falls doch eine Begegnung stattfinden sollte, sind folgende Regeln zu beachten:
      Haben Sie Respekt vor dem Tier.
      Laufen Sie nicht weg. Wenn Sie mehr Abstand möchten, ziehen Sie sich langsam zurück.
      Falls Sie einen Hund dabei haben, sollten Sie diesen in jedem Fall anleinen und nahe bei sich behalten.
      Wenn Ihnen der Wolf zu nahe erscheint, machen Sie auf sich aufmerksam. Sprechen Sie laut, gestikulieren Sie oder machen Sie sich anderweitig deutlich bemerkbar.
      Laufen Sie dem Wolf nicht hinterher.
      Füttern Sie niemals Wölfe – die Tiere lernen sonst sehr schnell, menschliche Anwesenheit mit Futter zu verbinden und suchen dann eventuell aktiv die Nähe von Menschen.
      Quelle: http://www.lfu.bayern.de/natur/wildtiermanagement_grosse_beutegreifer/wolf/index.htm

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      • Beate Scharf
        Beate Scharf says:

        Lieber VLAB,
        ich habe den Zeit-Artikel jetzt gefunden. Interessant wird es ab Seite 4 bzw. Seite 3 unten:
        http://www.zeit.de/2015/14/tiere-woelfe-bedrohung/seite-4
        Ich zitiere einen Absatz: „Wölfe sind nicht harmlos. Sie sind weder gut noch böse, sie sind wild und damit nicht berechenbar. Wer sie in der Nähe von Menschen duldet, geht ein Risiko ein. Es ist eine große Dummheit, sich über einen Wolf zu freuen, der am Rand eines Ortes herumschleicht. In Rumänien, wo etwa 4.000 Wölfe leben, kommt es deshalb so selten zu heftigen Begegnungen, weil Menschen die Tiere verjagen, sobald die sich nähern. Nicht in allen Fällen bleibt das Gewehr im Schrank. Man muss Wölfen, die ihre Scheu aufgeben, einen Grund liefern, sich wieder scheu zu verhalten. Der beste Grund ist ein Mensch, der seine eigenen Reviergrenzen ernster nimmt als die der Wölfe – und notfalls auf sie schießt.“
        Ich bitte Sie inständig, den Artikel zu lesen. Er erscheint mir sehr viel schlüssiger als die Seite des LfU. Die dort empfohlenen Verhaltensweisen könnten Menschen gefährden, besonders die mit Hund. Gerade weil ich die Wiederansiedlung von Beutegreifern befürworte, möchte ich, daß diese hervorragend vorbereitet wird, um Unfällen vorzubeugen und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhalten. Dazu gehört eine gezielte, schonende Bejagung, besonders von Wölfen, die sich an Sielungen heranwagen, evtl. die Umstellung auf andere Hütehundrassen bei Schäfern usw. Inwiefern das Beschießen von Wölfen in Ortsnähe mit (schmerzhaften) Gummigeschossen die beabsichtigte abschreckende Wirkung zeigt, weiß ich nicht. Über einen Bericht bezüglich der Ergebnisse des Treffens würde ich mich sehr freuen.

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  2. Ulrike Buttner
    Ulrike Buttner says:

    Lieber VLAB!
    Ich schätze Ihre Arbeit sehr. Nachdem ich oben von Ihrem Arbeitstreffen gelesen habe, würde ich gerne Ihre Diskussionsinhalte noch um einen Aspekt erweitern:

    Der in Moskau lebende ehem. NSA-Mitarbeiter Edward Snowden behauptet, er habe Dokumente, die beweisen, dass die Klimaerwärmung ein Projekt des CIA war und dass Wissenschaftler für die Beweisführung gekauft wurden. Den Originalbericht und eine gute Übersetzung findet man hier:

    http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/edward-snowden-globale-erwaermung-ist-eine-erfindung-des-cia/

    Interessante Info, die Snowden da preisgibt. Dann würde ja eine weltweite billionenschwere Ideologie wie ein Kartenhaus zusammenfallen.

    Weiterhin alles Gute für Ihren Einsatz!
    U. Buttner

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    • VLAB
      VLAB says:

      Vielen Dank für ihr Kompliment und für die guten Wünsche, liebe Frau Buttner!

      Unser Arbeitstreffen am 30. April ist leider mit der Bearbeitung zahlreicher Entwürfe ausgefüllt; für andere Themen bleibt daher kaum mehr Zeit.

      Was das Thema „Klimawandel“ bzw. „globale Erderwärmung“ angeht verlassen wir uns lieber auf konkrete Messergebnisse, beispielsweise an den zahlreichen Waldklimastationen in Bayern und weniger auf die Mutmaßungen von Edward Snowden. Die Ergebnisse dieser Messungen liefern ein eindeutiges Bild: Seit 1990 hat sich an allen Messstationen die durchschnittliche Jahrestemperatur um rund 1 Grad Celsius erhöht. Ein ähnliches Bild ergeben die Daten aus anderen Ländern. Aus unserer Sicht muss man daher von einem Wandel des Klimas sprechen.

      http://www.lwf.bayern.de/boden-klima/umweltmonitoring/105127/index.php

      Die wesentlichen Ursachen für den Klimawandel liegen in der Zerstörung der Regenwälder. Jedes Jahr werden rund 13 Millionen Hektar Regenwald vernichtet und durch die häufige Brandrodung ca. 3 Milliarden Tonnen CO2 (!) in die Luft geblasen; zum Vergleich: die Waldfläche in Deutschland beträgt rund 11,5 Millionen Hektar; die jährlichen CO2 Emissionen in Deutschland liegen bei rund 900 Millionen Tonnen.

      Ein weiterer essentieller Grund ist das kontinuierliche Wachstum der Weltbevölkerung. So soll sich nach Angeben der UN die Weltbevölkerung von derzeit rund 7 Milliarden bis zum Jahr 2050 auf 9 Milliarden Menschen erhöhen.

      Zur Eindämmung des Klimawandels sind diese Hauptursachen zu bekämpfen. Windräder leisten hingegen keinerlei spür- und messbare Beiträge zum Schutz des globalen Klimas. Trotz immer mehr Windräder steigt weltweit der CO2-Ausstoß kontinuierlich.

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