Am Samstag, 10. März trafen sich das Ehrenpräsidium, die Vorstandschaft, Landesbeiräte und Regionalbeauftragten zu einer Arbeits- und Strategiebesprechung. Es wurden 10 Programmpunkte erörtert und die Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2018 festgelegt. Der VLAB wird künftig seine Markenkerne und Alleinstellungsmerkmale deutlicher als bisher öffentlich darstellen. Diese sind:

  • Der VLAB ist der einzige bayerische Umwelt- und Naturschutzverband, der sich auch konsequent gegen den zügellosen Bau von Windrädern, falls notwendig auch mit seinem Verbandsklagerecht, einsetzt.
  • Der VLAB kämpft dafür, dass Landschaften eine deutlich größere gesellschaftliche, politische und rechtliche Bedeutung als bisher erfahren.
  • Der VLAB setzt sich für den Schutz der Kultur- und Waldlandschaften ein. Sie besitzen einen immateriellen Wert und sind nicht beliebig belastbar. Sie vermitteln den Menschen unbewusst wichtige Grundbedürfnisse: Heimatgefühl und Identität.
  • Schädliche Eingriffe, wie der Bau und Betrieb von Windrädern, Freiflächen-PV-Anlagen, die ständig zunehmende Versiegelung und „Vermaisung“ von Flächen oder der in den letzten Jahren sich ausbreitende Kahlhieb entlang von Straßen und Gewässern machen aus Landschaften hässliche Industrie-  und monotone Agrargebiete. Sie schädigen die Biodiversität, den Erholungswert, die Landschaftsästhetik aber auch die Gesundheit der Menschen.

Für 2018 wurden folgende Schwerpunktthemen beschlossen:

  • Anlässlich der Landtagswahl in Bayern, soll der persönliche Kontakt zu namhaften politischen Entscheidungsträgern verstärkt werden. Hierbei soll insbesondere unsere große Sorge um eine mögliche Aufweichung der bewährten 10-H-Abstandsregelung für Windräder den Politikern nahegebracht und deren negative Folgen detailliert dargestellt werden.
  • Die schlimmen Auswirkungen der jährlich zunehmenden Kahlhiebe entlang von Straßen, Wegen und Gewässern sollen den zuständigen Politikern und Ministerien fachlich gut begründet dargelegt werden. Auch Klagemöglichkeiten dagegen werden überprüft und gegebenenfalls auch wahrgenommen.
  • Das Leuchtturmprojekt „Wiederansiedlung des Habichtskauzes in Nordbayern“ wird im Jahr 2018 fortgesetzt und auf den Landkreis Hof ausgeweitet werden.

Am Ende des Treffens wurde ein Positionspapier_Landschaftsschutz diskutiert und beschlossen. Es soll bei künftigen Stellungnahmen zu Eingriffen in die Landschaft und Natur angewandt werden.

4 Kommentare
  1. Prof. Dr. L.W. Meyer
    Prof. Dr. L.W. Meyer sagte:

    Die zunehmende Kahlschlagsmaßnahmen entlang der Straßen torpedieren alle Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Leider nicht nur in Bayern, auch in Niedersachsen ist geradezu eine Manie zur Rodung ausgebrochen, völlig konträr zur CO2-Diskussion. Gibt es Verordnungen/Gesetze im Anmarsch, denen man zuvor kommen will?
    Prof. L.W. Meyer

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.