Galipro – Ein Projekt zum Schutz gefährdeter Erdflechten

Bild: Isländisch Moos (Cetraria islandica). Die auf dem Boden lebende Flechtenart ist in Deutschland stark gefährdet und in einigen Bundesländern bereits ausgestorben.

Bild: Isländisch Moos (Cetraria islandica). Die auf dem Boden lebende Flechtenart ist in Deutschland stark gefährdet und in einigen Bundesländern bereits ausgestorben.

Der VLAB hat neben dem seit zwei Jahren laufenden Projekt zur Wiederansiedlung des Habichtskauzes das Artenschutzprojekt Galipro gestartet. „Ga“ steht für das altgriechische Gaía, die Mutter Erde. „Li“ für Lichenen, das griechische Wort für Flechten und „Pro“ für Projekt.

Mit Galipro sollen stark gefährdete Erdflechtenarten auf ihren Wuchsorten gefördert, durch spezielle Techniken vermehrt und auf geeignete Nachbarstandorte umgesiedelt werden.

Galipro nützt auch manchen Insekten, die mit Flechten eine funktionelle Wechselwirkung zeigen. Beispielsweise dem Dottergelben Flechtenbärchen (Eilema sororcula) oder dem Rotkragen-Flechtenbärchen (Atolmis rubricollis). Diese Schmetterlinge ernähren sich nicht nur von Flechten, sondern verpuppen sich im Herbst an ihnen und überwintern auf den Flechten. Sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für Waldvögel. Die Vögel verbreiten wiederum Teile der Flechten.

Das Projekt Galipro befindet sich derzeit in der Vorbereitungsphase. Der praktische Teil soll im Jahr 2020 beginnen.

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