Der Wald zwischen Idealismus und Geschäft

Bild von rechts: Josef Ziegler (Präsident Bayerischer Waldbesitzerverband), Gastgeber Alexander Graf Fugger-Babenhausen, Moderator Horst Thieme, Torben Halbe (Biologe und Buchautor), J. Bradtka (Vorsitzender VLAB) Foto M. Domeyer

Bild von rechts: Josef Ziegler (Präsident Bayerischer Waldbesitzerverband), Gastgeber Alexander Graf Fugger-Babenhausen, Moderator Horst Thieme, Torben Halbe (Biologe und Buchautor), J. Bradtka (Vorsitzender VLAB)
Foto M. Domeyer

Keine Windkraftanlagen in Wäldern lautete eine zentrale Forderung des Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) beim gestrigen 8. Fugger Forum im Glaspalast in Augsburg.

Der Wald stand im Mittelpunkt des rund 90 minütigen Gespräches. Der VLAB bekannte sich zu einer naturnahen und integrativen Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland unter Einhaltung bewährter und definierter Naturschutz-Standards. Eine starre Festlegung von Flächenprozenten für die Ausweisung von Totalreservaten sei unter den Aspekten des Arten- und Waldnaturschutzes nicht zielführend. „Eine integrative, nachhaltige Waldbewirtschaftung in Deutschland verringert den Import von Hölzern aus Großkahlschlägen oder illegalen Holznutzungen in Afrika, Asien oder Südamerika. Sie hilft mit, den dramatischen Verlust an globaler Biodiversität abzuschwächen, den Klimawandel zu bekämpfen und kann Vorbild für Länder mit einer weniger schonenden Nutzung sein“ so der Vorsitzende des VLAB Johannes Bradtka.

Einig war man sich auch, dass der Wald zunehmend für ideologische Zwecke missbraucht werde. Ein aktuelles Beispiel seien die Protestaktionen im Hambacher Forst.

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3 Kommentare
  1. Herbert Grabe
    Herbert Grabe sagte:

    Ich sehe das auch so, dass der Wald zunehmend für ideologische Zwecke missbraucht wird. Sie geben das beste Beispiel dafür ab. Wie Sie allerdings darauf kommen, dass die Menschen, die den Hambacher Forst schützen wollen, denselben missbrauchen, ist eine sehr abstruse Logik, noch dazu wenn Sie in Ihrem Vereinsnamen den Artenschutz im Munde führen.

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    • VLAB
      VLAB sagte:

      „Während Aktivisten im Hambacher Forst um den Erhalt der Bäume kämpfen, fallen wenige Kilometer entfernt unbeachtet tausende Bäume, um Platz zu machen für Windkraftanlagen (…) weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit“ (WDR).
      https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/westpol-wald-oder-windkraft-100.html
      Das ist die Heuchelei, die Sie nicht verstehen wollen, und gegen die wir uns wenden. Wir unterscheiden eben nicht nach „guten und schlechten Rodungen“.

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      • Sebastian Mayer (Bad Neustadt)
        Sebastian Mayer (Bad Neustadt) sagte:

        Wie mir scheint, unterscheidet der VLAB aber eben doch zwischen guten und schlechten Rodungen. Sie wenden sich gegen Windräder im Wald (was ich richtig finde, zumindest wenn es um Wald geht und nicht nur um Kiefernstangenforst), können aber beim Hambacher Forst (der ein Wald und kein Forst ist) nur Ideologie erkennen. Die gibt es zwar, aber es gibt eben auch den Wald. Zweitens vermisse ich beim VLAB eine Alternative zum massiven Ausbau der erneuerbaren Energien. Ich sehe auch die Nachteile, aber kann denn ein Zurück zu Kohle und Atom (bitte korrigieren Sie mich) die Lösung sein?

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