VLAB-Pressemitteilung: CSU-Furor beim Flächenfraß stoppen

Nach dem Willen der CSU können in Bayern Solarparks wieder in freier Landschaft gebaut werden.

Zuerst die Lockerung des Anbindegebotes für Gewerbegebiete in der Raumordnung, dann die Möglichkeit für Kommunen, neue Wohngebiete im Schnellverfahren auszuweisen. Jetzt der dritte Streich, mit der die CSU den Flächenfraß im Freisstaat massiv beschleunigt und das Gesicht Bayern nachhaltig verändern wird.

zur Pressemeldung Solarparks (PDF, 355 KB)

2 Kommentare
  1. Dietrich Schwägerl
    Dietrich Schwägerl says:

    Der Flächenfraß überzieht die Landschaft wie eine Krebsgeschwulst, die alles unter sich erstickt. Um ihm entgegenzutreten, genügt es aber nicht, an den Symptomen herumzukurieren wie z.B. BUND und Bund Naturschutz. Ohne Ursachentherapie stößt das ins Leere.
    Die Hauptursache ist die überhöhte Bevölkerungsdichte, die die Grenzen der ökologischen Dauertragfähigkeit bei weitem übersteigt. Daher reichen auch die Kapazitäten für eine wirklich nachhaltige Energieversorgung nicht aus. Verspargelung und Vermaisung der Landschaft sind nur Beweisstücke einer hilflosen Energiepolitik, die am Prellbock bremst.
    Beispiele für die katastrophalen Folgen mit Belegen für die ursächliche Schadwirkung der Überbevölkerung finden sich z.B. hier:
    http://herbert-gruhl.de/der-stieglitz-und-die-energiewende/
    Insbesondere sind auch die Konsequenzen für viele Wildtierarten tödlich.
    Wir können mit unserem Anliegen nur dann endlich Erfolg haben, wenn wir das Thema der Überbesiedlung in die Öffentlichkeit tragen und es im öffentlichen Bewusstsein verankern.

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  2. Dr. Peter Steinbock
    Dr. Peter Steinbock says:

    Im CSU-Grundsatzprogramm zur Bundestagswahl finden sich drei schöne Sätze: „Unsere Energieversorgung soll sicher, sauber und bezahlbar sein…Den Ausbau der erneuerbaren Energien gestalten wir im Einklang mit Mensch und Natur. Unsere bayerische Landschaft wollen wir bewahren.“ (Zeile 919 ff.). Als ich nach Konkretisierungen gesucht habe, z.B. beim Arbeitskreis Energie, wurde ich enttäuscht. Deshalb finde ich es richtig, daß der VLAB die Umsetzung der Energieziele, vor allem seine für Umwelt und Natur desaströsen Nebenwirkungen kritisiert. Als Energiewirtschaftler und ehemaliger Anlagenfahrer muß ich leider ergänzen, daß mit Solar- und Windkraftwerken auch die geforderten Hauptmerkmale sicher, sauber, bezahlbar ausgeschlossen sind. Statt sichere Erzeugung zu bieten fallen täglich Solarkraftwerke die meisten Stunden aus. Bei Windkraftwerken ist die Volatilität und Unberechenbarkeit der Leistungsabgabe ein angeborenes Merkmal. Wie die Bundesumweltministerin zur Aussage kommt, die erneuerbaren seien die wichtigste Säule in der Stromversorgung geworden, kann ich nur in ihrer energiefachlichen Unbedarftheit vermuten. Denn fossile Kraftwerke sind es, die den erneuerbaren überhaupt Gelegenheit schaffen, daß sie sich ins Stromnetz willkürlich ein- und ausklinken, ohne daß es der Verbraucher merkt. Das gegenwärtige Versorgungssystem besteht doppelt, einmal konventionell sicher, einmal volatil. Sauberkeit und Bezahlbarkeit sind fromme Hoffnungen, aus meiner Sicht eindeutig Lügen.

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