Kahlschlag unter dem Deckmantel der Verkehrssicherheit

Bild von links: Andreas Schmiedinger, Udo Thiem

Bild von links: Andreas Schmiedinger, Udo Thiem

 

Die landwirtschaftlich genutzten Felder und Fluren sind längst weitgehend ausgeräumt von Bäumen, Hecken und Sträuchern. Unter dem Deckmantel der Verkehrssicherheit wurden in den letzten Jahren unzählige Hecken, Einzelsträucher und Alleen entlang der Straßen gerodet.

Dieser Zustand droht nun auch den Restflächen an den Straßenrändern. Dies befürchten zumindest der Landesgeschäftsführer des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB), Dipl. -Agrarbiologe Andreas Schmiedinger, und Udo Thiem, VLAB-Mitglied und Landschaftsökologe.

weiterlesen VLAB_Strassenränder (PDF, 130 KB)

1 Antwort
  1. Dr. Peter Steinbock
    Dr. Peter Steinbock says:

    Auf Zeilen 278 ff der „Empfehlung des Arbeitskreises Energiewende für das CSU Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2017“ wird dargelegt: „Als wichtige Energiequellen müssen auch die Bioenergie, die Geothermie, die Windenergie und die Photovoltaik weiterhin Rahmenbedingungen haben, um ihre Potenziale in größtmöglichem Umfang (unter wirtschaftlichen und systemdienlichen Gesichtspunkten) voll ausschöpfen zu können.“ Nach meiner Kenntnis haben inzwischen gewerbliche Hackschnitzelheizungen bzw. Holzheizungen einen Riesenbedarf an jeder Art Holz einschließlich Hecken. Die Großtechnik erscheint so leistungsfähig, daß in kürzester Zeit komplette Heckenbestände wegrasiert werden und als regenerative Bioenergie der Energie- und Wärmewende dienen. Ich kann das Vorgehen nur so verstehen, daß der Naturfrevel vermutlich zur Staatskultur aufgestiegen ist im Gleichklang mit der Energiewende. Wo keine Hecke, da auch keine Vogelwelt und Vogelnahrung. Sollen das die neuen christlichen Werte sein? Ich kann nur raten: Fotografieren und nochmals Fotografieren. Die geistigen Anstifter sollten das wissen.

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